Neuer Sinn-Leffers-Chef startet Mittwoch

Neuer Chef bei Sinn-Leffers Menden: Ercument AK begrüßt Tobias Hau (r.).
Neuer Chef bei Sinn-Leffers Menden: Ercument AK begrüßt Tobias Hau (r.).
Foto: WP

Menden..  Beim Arbeitsfrühstück am Montagmorgen im Außengastronomiebereich am Alten Rathausplatz fühlte sich der Wuppertaler Tobias Hau gleich richtig wohl: „Das ist ja hier schön wie im Urlaubsgebiet.“ In diesem Moment musste Sinn-Leffers-Chef Ercument Ak als Gastgeber schmunzeln. So hatte er an seinen ersten Tagen die Stadt selbst wahrgenommen. Ak verlässt nach drei Jahren Menden mit Wehmut; Hau freut sich auf seinen neuen Job.

Umsatzzahlen sind im Handel das A und O. Dass sie ausgerechnet zur Ferienzeit in ungeahnte Höhen schnellten, macht es Ak dann doch ein wenig leichter, Menden zu verlassen. „Was da am Samstag passiert ist, ist irgendwie unbegreiflich.“ Während am heißesten Tag des Jahres vielfach Leere in der Innenstadt herrschte, sei es proppenvoll bei Sinn-Leffers gewesen: „Was die Kunden da an T-Shirts, Polo-Shirts und kurzen Hosen gekauft haben, hätte ich nie für möglich gehalten.“ Ak und Nachfolger haben sich die Umsatzzahlen der jüngeren Vergangenheit genau angeschaut. „Das Haus ist bestens bestellt, ich denke, dass ich einen hervorragenden Start haben werde“, äußerte sich Hau gegenüber der WP.

Unbändiger Einsatzwille

Der 30-jährige Wuppertaler ist Quereinsteiger: „Gelernt habe ich ursprünglich Reiseverkehrskaufmann. Verkaufen liegt mir, nur mit Reisen wollte ich das nicht dauerhaft machen.“ So wechselte Hau die Branche, diente sich bei Peek & Cloppenburg durch unbändigen Einsatzwillen und ständige Fortbildungen nach oben.

Im Februar 2015 erfolgte der Wechsel. „In kurzer Zeit habe ich die Sinn-Leffers-Häuser in Aachen und Krefeld kennengelernt.“ Dann kam der Ruf nach Menden. Nicht ganz zufällig. Ak war der Unternehmensspitze immer wieder positiv aufgefallen. Aus dem einstigen Wackelstandort im Sauerland, um den sich in früheren Zeiten immer mal wieder Schließungsgerüchte rankten, wurde eine Top-Adresse. Für Ak ist es ein Ritterschlag, das Haus in Krefeld mit mehr als 6000 Quadratmetern leiten zu dürfen. Für Hau die Chance, an Aks Erfolge anzuknüpfen oder sogar noch besser zu werden: „Für mich ist das ein Traumjob.“

Offiziell wird er ab Mittwoch Chef der 23 Mitarbeiter. Zusätzlich zum arbeitsintensiven Beruf will er in möglichst kurzer Zeit viele Mendener kennenlernen. „Meine ersten Eindrücke sind absolut positiv. Ich mag die Menschen in Menden.“

Wink mit dem Zaunpfahl

Offen ist, ob er alsbald von Wuppertal in die Hönnestadt zieht. Dass er sich in Menden engagieren will, hat er gestern gegenüber der WP angedeutet. Für die Werbegemeinschaft ein Wink mit dem Zaunpfahl. Ak war Vorstandsmitglied mit vielen Ideen. Hau sagt: „Ich wäre bereit, wenn es gewollt ist.“