Neue Wohnungen für Flüchtlinge in Menden-Bösperde bezugsfertig

Wohnungen an der Heidestraße 46 in Bösperde wurden von der katholischen Kirche an die Stadt zur Unterbringung von Flüchtlingen übergeben.
Wohnungen an der Heidestraße 46 in Bösperde wurden von der katholischen Kirche an die Stadt zur Unterbringung von Flüchtlingen übergeben.
Foto: WP
Anstatt in Wohnheimen werden drei Flüchtlingsfamilien jetzt in extra für sie renovierten Wohnungen in Bösperde untergebracht. Das Haus stammt von der katholischen Kirche, die mit dieser Aktion ein Zeichen setzen will.

Menden.. Eine schöne Wohnung mit großem Garten in einem ruhigen Stadtteil, davon träumen viele Menschen. Für drei Flüchtlings-Familien soll dieser Traum noch in dieser Woche Wirklichkeit werden.

Verantwortlich dafür ist der Pfarrgemeinderat der katholischen Kirche. „Unser Pfarrgemeinderat hat entschieden, dass wir nicht nur diese Wohnungen zur Verfügung stellen. Wir wollen die Menschen an die Hand nehmen und ihnen den Einstieg in Bösperde erleichtern“, erklärt Pfarrer Jürgen Senkbeil.

Auch lobt er die Geschwindigkeit seitens der Verwaltung, mit der das Vorhaben vonstatten ging: „Alles ist zügig und sehr unbürokratisch über die Bühne gegangen. Es wurde erfreulicherweise keine Zeit verschwendet.“

Eine Wohnung vorerst leer

Ein wenig erstaunt über diese Entschlossenheit war Bürgermeister Volker Fleige, das musste er auch in Hinblick auf die Europapolitik zugeben: „Während sich Spitzenpolitiker blamieren, gibt es bei uns diese kleinen Wunder. Es hat mich gleichermaßen überrascht wie auch erfreut, dass uns die Wohnungen explizit zur Vermietung an Asylbewerber angeboten wurden.“

Das Stadtoberhaupt findet es auch besonders wichtig, dass Zuwanderer vorrangig in Privatwohnungen untergebracht werden und nicht in Heimen.

Jetzt geht es ganz schnell für die glücklichen Neu-Bösperder, vorerst zwölf an der Zahl: Von den drei Wohnungen sollen noch im Laufe dieser Woche die ersten beiden bezogen werden.

Kein Familienhopping

Für die dritte Wohnung suche man noch eine geeignete Familie. Das sei nicht so leicht, denn man will sicherstellen, dass die Menschen auch längere Zeit in den Wohnungen bleiben: „Es soll kein Familienhopping entstehen“, sagt Udo Knest, Teamleiter Soziales bei der Stadt, der unter anderem damit beauftragt war, geeignete Bewohner für das Mehrfamilienhaus ausfindig zu machen.

Der große Garten wird aber auch jetzt schon zum Spielen herhalten müssen, denn die beiden Familien – die aus dem ehemaligen Jugoslawien stammen – bringen jeweils vier Kinder mit.

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