Neue Plane: Stürme doch zu stark

Menden..  Ab Montag soll der Vincenzturm wieder neu eingehüllt werden. Die Plane, die seit Weihnachten fortwährend stürmischen Böen ausgesetzt war, wurde entgegen der Planung jetzt doch abgenommen. Denn sie zeigte immer mehr Risse, und mit „Hermann“ ist das nächste Sturm tief schon im Anmarsch.

Laut Architekt Nils Kemper muss nun die Hälfte der Plane ausgetauscht werden, die schon viel ausgehalten habe. Dabei handele es sich um einen Versicherungsschaden. Der Personaleinsatz für Demontage und Neuaufbau dürfte dabei mehr kosten als das Material, zumal der Turm erst wieder vollständig entkleidet werden müsse. Kemper dankte den Anwohnern für ihre große Geduld mit der knatternden Plane. „Es gab zur unbestreitbaren Lärmbelästigung keine Beschwerde.“

Die 1400 Quadratmeter große Gewebeplane soll die Arbeiter am Turm vor den Unbilden des Wetter schützen – und verhindern, dass beim Abstrahlen der Außenhaut Brocken auf Passanten fallen. Laut Kemper dürften die wetterbedingten Zwangspausen die Abstrahl-Arbeiten um zwei Wochen verzögern. Statt sechs Wochen würden acht gebraucht. „Die neue Schicht hält aber nur, wenn die alte sorgsam entfernt wird.“

Danach werde es noch mehrere Monate dauern, bis der Vincenzturm, farblich angepasst ans Kirchenschiff, in neuer Pracht erstrahlen kann. „Wir werden auf jeden Fall eine Jahresbaustelle haben.“ Auch den Bau der neuen Treppe werde man erst in Angriff nehmen, wenn Arbeiten am Turm keine Probleme mehr am Boden bereiten können.

Auf genauere Prognosen lasse er sich nicht mehr ein, sagte Kemper. Das „Mendener Konglomerat“ vom Kapellenberg, mit dem die Vincenzkirche ebenso überzogen wurde wie Teufelsturm oder Alte Pastorat, habe sich als zähes Material erwiesen. „Das ist mühselige Handarbeit da oben, das macht keinen Spaß.“