Neue Geräte mit weniger Verbrauch

Fröndenberg..  Ein Unternehmen, das Strom verkauft, sollte nach Möglichkeit selbst stromsparend arbeiten; das leuchtet ein. Und wer rund um die Uhr viele Tausende Kunden mit Energie versorgt, muss so zuverlässig wie möglich sein. Zwei Gründe, weshalb sich die Stadtwerke Fröndenberg dazu entschlossen haben, ihre vorhandene Server-Infrastruktur zu modernisieren und die Anzahl der vorhandenen physikalischen Server mit Hilfe von Virtualisierung zu minimieren.

Das Systemhaus ISB aus Schwerte lieferte dem kommunalen Unternehmen dazu eine maßgeschneiderte Lösung. „Gute Ideen, schnell und effizient umgesetzt“, lobt Wolfgang Stephan von den Stadtwerken die Realisierung der neuen IT. Und unterstreicht das erhebliche Einsparpotenzial durch die neue Lösung: „Die Verringerung des Energieverbrauchs ist immens.“

Serveraustausch alle drei Jahre

Ghassan Haj-Ibrahim, Geschäftsführer des Schwerter Systemhauses, kennt die Risiken veralteter Systeme. Als „veraltet“ gilt eine Unternehmens-IT bereits nach wenigen Jahren, erklärt der Netzwerkexperte. „Alle drei bis vier Jahre sollten Server ausgetauscht werden.“ Bei der Server-Erneuerung für die Stadtwerke Fröndenberg war Virtualisierung das Schlüsselwort, erklärt Ghassan Haj-Ibrahim. Die Bausteine dafür lauten „HP 3PAR StorServ Storage, HP Proliant DL380 Servern und VMWare vSphere als Virtualisierungssoftware“, zählt Haj-Ibrahim auf – und übersetzt es für Nicht-Netzwerkprofis schlicht in: „Ein hochverfügbares System installiert, das Strom spart und die Gefahr eines Systemausfalls minimiert.“

Dazu brauche die neue Umgebung im Vergleich mit den früheren Servern noch deutlich weniger Platz und biete enorm kürzere Backup- und Wiederherstellungszeiten.

Virtualisierung war das Zauberwort für die Anforderungen der Stadwerke, erklärt der Systemhauschef. Jeder der 15 Alt-Server leistete zuvor bestimmte Dienste. Einer war für Datenablage und Datenbank zuständig, ein anderer für die Mailverteilung und so fort. Das bedeutete stets ein hohes Risiko bei Pannen – wie überall, wo nur ein einziger Fachmann über seinen Bereich Bescheid weiß: Fällt dieser eine Mann (oder Frau – oder eben ein Server) aus, geht erst mal eine ganze Weile gar nichts mehr.

Bei Ausfall übernimmt Server

Jetzt hingegen regiert im Serverraum der Fröndenberger Stadtwerke eher das Motto der Drei Musketiere „Einer für alle – alle für einen“: Denn auf drei neue Server im Verbund haben die ISB-Netzwerker sämtliche weiteren Hardware-Server (insgesamt sind es nun 24) virtualisiert. „Innerhalb von Sekunden übernimmt damit beim Ausfall eines Servers ein anderer denselben Dienst“, beschreibt Ghassan Haj-Ibrahim den entscheidenden Effekt.

Selbst bei einem Systemcrash wird in kurzer Zeit die Wiederherstellung der Daten ermöglicht und die Versorgungssicherheit der Stadtwerkekunden garantiert. Auch wenn einer der drei Verbundserver ausfällt, springt sofort ein anderer ein. „Maximale Leistungsfähigkeit – und gleichzeitig hohe Sicherheit“, fasst Ghassan Haj-Ibrahim die IT-Lösung für die Stadtwerke zusammen. Und dass der Stromanbieter dabei selbst noch kräftig Strom spart: Na umso besser.