Neubau setzt gelungenen Akzent im Gewerbegebiet

Im Industriegebiet Hämmer-Riekenbrauck hat die Firma Contura einen Neubau mit Symbolgehalt geschaffen.Fotos:Peter Müller
Im Industriegebiet Hämmer-Riekenbrauck hat die Firma Contura einen Neubau mit Symbolgehalt geschaffen.Fotos:Peter Müller

Menden..  Am Tag der Architektur waren am Wochenende in NRW 375 Gebäude zur Besichtigung geöffnet. „Das Ziel eines im besten Sinne nachhaltigen Bauens ist ein Mehr an Lebensqualität“, erklärt Barbara Hendricks, Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit in ihrem Grußwort. In Menden zeigten Bauherren gemeinsam mit ihren Architekten zwei erst vor Kurzem entstandene Gebäude.

Im Industriegebiet Hämmer-Riekenbrauck hat die Firma Contura 2014 ihren neuen Standort eröffnet. 700 Quadratmeter Nutzfläche entstanden auf dem 3000 Quadratmeter großen Gelände. „Im vergangenen Jahr konnten wir in das neue Gebäude einziehen. Durch den Neubau sollte ein gutes Arbeitsumfeld geschaffen werden. Ebenso wollten wir etwas symbolisieren. Das Gebäude soll signalisieren, dass alles, was wir tun, Hand und Fuß hat“, erläuterte Bauherr Thorsten Müller-Schmetz seine Vorstellungen bei der Planung.

Einsatz von Luftwärmepumpen

Architekt Stephan Voß vom Büro Simon-Hilker ist es gelungen, den Beweis anzutreten, dass gute Industriearchitektur nicht zwangsläufig zu hohen Baukosten führt. „Durch den Einsatz von Luftwärmepumpen ist es gelungen, einen Energieverbrauch zu schaffen, der für dieses große Gebäude nicht höher als bei einem Einfamilienhaus liegt“, verdeutlicht der Architekt, „denn die Betriebskosten sind heute auch bereits in der Planung ein wichtiger Faktor.“ Das moderne Gebäude hebt sich angenehm von der sonst eher langweiligen Industriearchitektur ab und setzt einen gelungenen Akzent im Gewerbegebiet.

Ein Einfamilienhaus ist in der Regel nicht von innen zu besichtigen. Dennoch hat Familie Urban ihr neu errichtetes Haus an der Pfarrer-Wiggen-Straße 59 am Tag der Architektur geöffnet. Ursprünglich sollte im Garten des Hauses von Ingeborg und Alfons Urban für Tochter Diana und deren Lebensgefährten Dennis Bücker ein neues Haus entstehen. „Dies ging aus planungsrechtlichen Gründen nicht“, so Architekt Wolfgang Luig. „Wir haben lange getüftelt“, berichtet Alfons Urban. So wurde die Doppelgarage abgerissen und der Neubau an das bestehende Haus angedockt.

Es entstand eine gelungene Verbindung von Alt und Neu bei festem Kostenbudget. Der große, schön gestaltete Garten blieb so auch erhalten. Von der großzügigen Dachterrasse des Neubaus kann man nun den Ausblick in die Landschaft genießen. Durch den Verzicht auf einen Keller wurden die Kosten gesenkt. Seit Ende 2014 lebt dort nun die junge Familie inzwischen mit Söhnchen Anton.

Klare Formensprache

Beide Objekte zeichnen sich durch eine klare Formensprache aus. Trotzdem wirkt nichts kalt und nüchtern. Die Kombinationen der Baumaterialien schaffen eine gelungene Arbeitsatmosphäre im Gewerbebereich und einen gemütlichen Lebensraum für eine Familie.

Die in die Planung eingegangenen grünen Felder und Wiesen an der Hämmerstraße und der große Garten des Einfamilienhauses an der Pfarrer-Wiggen-Straße tragen ebenfalls zur Lebensqualität bei.