Nachfolgerin für Mendens erste Frauenärztin

Mendens erste Frauenärztin Dr. Gesine Neef übergibt ihre Praxis langfristig an ihre Kollegin Cathrin Spiekermann.
Mendens erste Frauenärztin Dr. Gesine Neef übergibt ihre Praxis langfristig an ihre Kollegin Cathrin Spiekermann.
Foto: WP

Menden..  Sie war die erste Frauenärztin in Menden – und blieb über viele Jahre die einzige. Nun zieht sich Dr. Gesine Neef langsam nach und nach aus ihrer Praxis zurück. Schweren Herzens, aber glücklich, dass sie ihre Praxis in guten Händen weiß. Noch arbeitet Dr. Neef weiter, aber die Ärztin Cathrin Spiekermann wird die Praxis langfristig übernehmen.

Die 37-Jährige ist bereits seit Februar vergangenen Jahres in der gynäkologischen Praxis an der Bodelschwinghstraße tätig – bislang allerdings nur an zwei Tagen und parallel zu ihrer Anstellung in der Frauenklinik am Klinikum Dortmund. Ab Mittwoch, 1. Juli, konzentriert sie sich ausschließlich auf die Praxis in Menden. Dadurch kann Dr. Gesine Neef zum einen ihre Zeiten in der Praxis reduzieren, zum anderen aber auch ihrer jungen Kollegin unterstützend zur Seite stehen. „Die Kassenärztliche Vereinigung hat uns genehmigt, dass wir uns als zwei Fachärzte einen Kassensitz teilen“, erläutert Cathrin Spiekermann. „Wir machen klassisches Job-Sharing“, ergänzt Dr. Gesine Neef.

Noch kein genauer Zeitplan

Cathrin Spiekermann stammt gebürtig aus Hamburg, lebt der Liebe wegen in Menden. Ihr Medizin-Studium hat sie in Bonn absolviert, wechselte dann an die Städtischen Kliniken Dortmund. Sie ist Mutter dreier Kinder (drei, sechs und neun Jahre alt). Dass sie sich selbstständig machen möchte, stand für Cathrin Spiekermann schon seit längerer Zeit fest: „Der Schichtdienst im Krankenhaus ist mit einer Familie schwer vereinbar“, so ihre Erfahrungen. Zudem habe die Dienstbelastung dort in den vergangenen Jahren „extrem zugenommen“. Nun freut sich die Gynäkologin auf den Start in die Selbstständigkeit und auf die Begleitung durch Dr. Gesine Neef.

Während manche Mendener Mediziner-Kollegen in der jüngeren Vergangenheit nur mit Schwierigkeiten oder gar keinen Nachfolger finden konnten, hatte Dr. Neef leichtes Spiel, wie sie erzählt: „Gesucht habe ich nicht, wir haben uns gefunden – und gut gefunden“, berichtet sie. Durch ihre neue Kollegin habe sie die Möglichkeit, sich nach und nach langsam aus der Praxis, die sie im Januar 1992 eröffnet hat, zurückzuziehen. Ein genauer Zeitplan steht noch nicht fest. „Ich habe meine Arbeit immer mit viel Herzblut gemacht“, blickt Dr. Gesine Neef zurück. „An manchen Tagen von 7 bis 21 Uhr. Das war sicher auch anstrengend, hat mir aber immer viel Freude gemacht.“