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Nach der GmbH-Gründung knallten gestern die Sektkorken

20.06.2007 | 09:10 Uhr

Hemer. "Ein historisches Ereignis!" So nannte Hemers Bürgermeister Michael Esken gestern die Gründung der Landesgartenschau Hemer 2010 GmbH im Hemeraner Rathaus und ließ die Sektkorken knallen: "Auf gutes Gelingen!"

Unter den Augen des Notars Udo Kramer unterzeichneten Bürgermeister Michael Esken, Beigeordnete Ute Meiß und Heinz Herker als Präsident des Landesverbandes Gartenbau Westfalen-Lippe und des Zentralverbandes den Vertrag, und das war für alle Beteiligten ein Grund zur Freude. Geschäftsführer der GmbH sind gleichberechtigt Peter Friedrich, den WP-Lesern auch als Mendener Wetterexperte bekannt, und Diplom-Ingenieur Heiner Pierenkemper. Pierenkemper steht ab August ein Büro im heimischen Rathaus zur Verfügung. Er ist Landschaftsarchitekt und betreut mit Hemer die vierte Landesgartenschau - ein Mann mit viel Erfahrung.

Die verschiedenen Aufgabenfelder der beiden Geschäftsführer sind noch nicht genau festgelegt. Friedrich: "Sagen wir es mal so. Es gibt da bereits natürliche Grenzen. Ich habe von Gartenbau keine Ahnung!" Und er verwies auf seinen Garten, in dem vornehmlich Unkraut wachse.

"Diese GmbH muss die LaGa entwickeln und wieder abwickeln", so Bürgermeister Michael Esken. Bis jetzt hat die GmbH bis auf die beiden Geschäftsführer noch kein Personal, rückt der Termin LaGa 2010 näher, könnten es bis zu 30 Mitarbeiter sein.

Wie geht es in den nächsten Wochen mit der Landesgartenschau weiter? "Als erstes laufen Ausschreibungen. Wir wissen ja noch gar nicht, welche LaGa wir eigentlich bauen", erläuterte Peter Friedrich. Ein festes Ziel will man aber nicht aus den Augen verlieren: "Die Landesgartenschau soll so angelegt werden, wie es in der Machbarkeitsstudie steht", so Friedrich weiter. Ende des Jahres wird die Jury eine Entscheidung treffen, welches Büro die LaGa konzipiert.

Weiter gelte es, die LaGa 2010 in den Köpfen der Bürger zu verankern. Öffentlichkeitsarbeit heißt das Zauberwort, und es sollen ein Slogan und ein Logo entwickelt werden. "Die Hemeraner Bürger werden an diesem Prozess teilnehmen", kündigte Friedrich an, und: "Wir wollen das Know-How nutzen, das in Hemer vorhanden ist!"

Nach den Sommerferien wird ein Förderverein für die Landesgartenschau gegründet. Schon jetzt läuft das Telefon in der Stadtverwaltung heiß. Am meisten ist Heidrun Wenzel (Esken: "Miss Landesgartenschau") mit den Anrufen konfrontiert. Bürger tragen Ideen vor und unterbreiten Angebote. Bald werde es in der Verwaltung ein eigenes Landesgartenschau-Telefon geben - mit einer Mitarbeiterin, die sich nur um diese Telefonate kümmert.

Bürgermeister Esken war gestern zudem bei der Bezirksregierung in Arnsberg: "Auch von dort hat man uns Unterstützung zugesagt!"

Von Carmen Fürstenau

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