Nabelschnurblut spenden
22.02.2010 | 15:00 Uhr 2010-02-22T15:00:00+0100
Menden. (wp) „Nabelschnurblut - für mehr als nur ein Leben!” Mit diesem Slogan wirbt die José-Carreras-Stammzellenbank an der Universitätsklinik Düsseldorf für die Spende von Nabelblutschnur, die auch im St.-Vincenz-Krankenhaus Menden möglich ist. Und die Tendenz ist steigend.
Das gefragte Blut, das nach der Geburt im Mutterkuchen zurückbleibt, enthält Stammzellen, die denen des Knochenmarks ähnlich sind. Daher können sie verwendet werden, Kindern und Erwachsenen, die an Leukämie oder vergleichbaren anderen Erkrankungen leiden, zu helfen. Eine einfache, unkomplizierte Entnahme des Blutes aus einem Gewebe, das ohnehin nach der Geburt seine Funktion erfüllt hat und im Regelfall entsorgt wird.
Bei der Einlagerung des wertvollen Materials stehen zwei Möglichkeiten zu Auswahl. Zum einen kann das Nabelschnurblut als gemeinnützige Spende einer öffentlichen Bank weltweit zur Verfügung gestellt werden. Zum anderen ist eine rein private Einlagerung auf Kosten des Spenders möglich. Hier wird eine Art Vorsorge für das eigene Kind für den Fall getroffen, dass es durch eine Erkrankung auf die entsprechende Spende angewiesen sein könnte. Im St.-Vincenz-Krankenhaus bestehen für die werdenden Eltern beide Möglichkeiten.
Etwa 100 Spendenwillige
Etwa einhundert Spendenwillige wurden im vergangenen Jahr in Menden gezählt, doch eine Spende ist nicht immer möglich. Blutarmut oder vorausgegangenen schweren Erkrankungen der Mutter sowie Komplikationen während der Geburt können dazu führen, dass die guten Absichten nicht in die Tat umgesetzt werden können.
Bereits in den Informationsabenden der Elternschule Storchennest wird die Nabelschnurblutspende durch die beiden Chefärzte der Abteilung, Dr. Hubert Luig und Dr. Reinhold Rausch, vorgestellt. „Wir sehen dieses Angebot als einen gesellschaftlichen Auftrag, den wir gern unterstützen”, so die beiden Gynäkologen.
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