Mut und Nähe als Erfolgsrezept

Menden..  Gesundheit, Fitness, Wellness – diese Branche wächst weiterhin so rasant wie die Muckis von Arnold Schwarzenegger beim Armdrücken, und das gilt auch für Menden. Das machte beim „Business at Lunch“ am Donnerstag das Team im Physio-Zentrum Menden deutlich. Mit enormen Wachstumszahlen beeindruckte Prokurist Kai Julke die Mitglieder des Initiativkreises Mendener Wirtschaft (IMW): 2004 gründete Geschäftsführerin Anabell Eckstein ihr Unternehmen, das aus der Physikalischen Abteilung des Krankenhauses erwuchs. Damals hatte Anabell Eckstein genau fünf Fitnessgeräte und acht Beschäftigte, die drei Kurse pro Woche gaben.

Beschäftigtenzahl versechsfacht

Heute, keine elf Jahre später, stehen im Ärztehaus am Krankenhaus unzählige Geräte für 150 Kurs-Angebote von mehr als 50 Mitarbeitern. Als allererster Mieter zog das Physio-Zentrum am 9. August 2010 in die Räume des neuen Ärztehauses ein, musste 2012 schon am Standort erweitern, eröffnete im letzten Jahr eine Schwesterfiliale in Neheim und in diesem Jahr eine weitere in Sundern. Julke schmunzelnd: „Wir werden von manchen schon das Physio-Zentrum Sauerland genannt.“

Auf Nachfrage berichtete Sportwissenschaftlerin Stefanie Krollmann, dass das Zentrum allein in Menden inzwischen 2000 zahlende Mitglieder und 750 Besucher zähle, die ihren Reha-Sport vom Arzt verschrieben bekamen.

Sport als Therapie, für die Fitness oder zum Wohlbefinden – danach unterscheidet Krollmann die einzelnen Sparten. In zwei Gruppen besichtigten die Gäste des IMW dann das Zentrum, das sich im Ärztehaus inzwischen auf drei Etagen ausgebreitet hat. Als Erfolgsgeheimnis nannte Julke, dass seine Chefin nicht nur Mut zu neuen Wegen gezeigt, sondern auch vieles richtig gemacht habe. Dabei stehe die glaubwürdige persönliche Betreuung im Vordergrund.

Dass sich schweißtreibendes Fitnesstraining und Spaß nicht ausschließen, zeigt sich in der Einrichtung am Krankenhausweg auch an den Wänden: „Trainiere Deinen Sprachmuskel – lerne Sauerländisch!“ steht da in großen Lettern. Am 19. Juni wird mit Franz Lenze gewandert, wahlweise können die Mitglieder auch auf Mountainbikes raus in die Natur.

37. Auflage der Veranstaltungsreihe

Anabell Eckstein selbst konnte die Gäste nicht persönlich begrüßen – was an der kurzfristigen Verlegung des Termins für die Trauerfeier für den IMW-Mitbegründer Ott-Heinrich Plote in der vergangenen Woche lag. Vorstandsmitglied Martin Weber konnte indes auch vermelden, dass sich mit „Business at Lunch“ eine weitere Idee des Initiativkreises zu einem festen Bestandteil des Austausches in der heimischen Wirtschaft entwickelt habe. „Wir haben 2006 damit angefangen, unsere Mitgliedsbetriebe zu besuchen und besser kennenzulernen. Heute erlebt diese Reihe schon ihre 37. Auflage“, sagte Weber nicht ohne Stolz.

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