Mobilität im Alter ist kein Glücksspiel

Einmal am Gesundheits-Glücksrad drehen macht zwar Spaß, aber nicht mobil. Aber auch da kann weitergeholfen werden.
Einmal am Gesundheits-Glücksrad drehen macht zwar Spaß, aber nicht mobil. Aber auch da kann weitergeholfen werden.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Beim Mobilitätstag in Menden konnten sich die Besucher mit den Angeboten von gut 25 Vereinen und Organisationen auseinander setzen. Egal ob Beratung, Bürgerbus oder Gymnastik: Mobilität steht für ein großes Stück Lebensqualität.

Menden..  Tanztrainerin Tatjana Menzel und ihre Tanzsportgruppe „Fit ab 50“ wollen mit einem tollen Auftritt weitere Mitglieder gewinnen. Jeden Montag treffen sich die Frauen zum Trainieren; noch sind die 24 Damen männerlos. „Wir würden uns auch über jeden Mann freuen, der Spaß daran hätte mitzutanzen“, fordert Menzel die Herren zum Tanz auf. In der Gruppe „Fit bis 100“ habe das schon funktioniert, immerhin einen Mann zum Tanzen zu motivieren und der ist schon stolze 92 Jahre alt.

„Wir fordern uns, überfordern uns aber nicht. Das ist schon richtiger Sport“, sagt die Trainerin als gerade die Musikanlage dem heißen Wetter ihren Tribut zollt und kein Tönchen mehr von sich gibt.

Glück im Unglück: Die Gruppe Bürgerbus ist ebenfalls zum Mendener Mobilitätstag gekommen und zählt zu den 25 teilnehmenden Vereinen. Und natürlich hat der Bürgerbus auch ein Radio mit CD-Player: Das Bus-Team hilft aus, das Tanzen kann weitergehen.

Währenddessen erklärt Elisabeth Dehen, Geschäftsführerin des Bürgerbusses: „Wir sind der Bus für Jedermann, also nicht nur für ältere Bürger.“ Das Augenmerk des Bürgerbusses liege darauf, Strecken zu fahren, die die MVG nicht fährt. Bis zu elfmal am Tag geht es direkt bis vor die Tür des Krankenhauses.

Der Weg als Rat

Für die kürzeren Wege, nämlich die aus dem Bett bis ins Wohnzimmer, liefern Sigrid Weseloh vom Märkischen Kreis und Iris Schieferdecker von der Stadt die Antworten.

Nach dem Drehen am Glücksrad gibt es bei den beiden Damen wertvolle Informationen zu alle Pflegefragen. Oftmals geht es auch einfach nur darum, wer und wo weiterhelfen kann. „Der Weg ist oftmals schon ein guter Rat“, gibt Weseloh zu bedenken.

Für alle an Demenz Erkrankten könnte eine Kooperation von Tep-Art mit dem Vincenz-Altersheim interessant sein, die im vergangenen Jahre startete: die Demenzsportgruppe.

Momentan nehmen acht Bewohner des St.-Vincenz-Hauses daran teil, mitmachen dürfen aber natürlich alle Menschen, die unter dieser Krankheit leiden.

Dann werden Sitztänze durchgeführt, die den Teilnehmern viel Spaß machen. Das Ergebnis dieser Demenzsportgruppe lässt sich schnell bemerken: „Die Menschen werden offener, wacher, selbstbewusster. Viele lassen sich nach einiger Zeit auch auf neue Musik ein und probieren gern was aus“, berichtet Conny Jung von Tep-Art.