Mitte Mai wird Grundstein gelegt

Ardey..  Seit Ostern erhebt sich der große Baukran am alten Gemeindezentrum in Ardey: Mitte Mai soll hier der Grundstein für die neue Wohnanlage gelegt werden. Wie Matthias Fischer, Geschäftsführer der Unnaer Kreis-Bau- und Siedlungsgesellschaft (UKBS), auf Anfrage weiter erklärte, läuft neben den Bauarbeiten für zwei Häuser mit insgesamt 26 senioren- und behindertengerechten Wohnungen auch die Suche nach Medizinern. Denn wenn sich die Vorstellung der UKBS erfüllt, zieht ins ehemalige Gemeindezentrum unmittelbar neben den beiden Neubauten eine Ärztegemeinschaft ein – im Idealfall eine Hausarztpraxis, tageweise ergänzt von unterschiedlichen fachmedizinischen Angeboten.

Das hinzubekommen, sei keine einfache Aufgabe, räumt Fischer nach den ersten Gesprächen mit Ärzten ein. „Wenn wir das so schaffen wie geplant, wäre das schon ein großer Erfolg.“ Es gebe viele Regelungen zu beachten: Wo sich welcher Arzt überhaupt niederlassen darf, welches Kooperationsmodell in Frage kommt und vieles mehr.

„Hinzu kommt, dass auch heimische Ärzte schon heute volle Wartezimmer haben.“ Somit brauche es zusätzliche Anreize, um sie für das Ardey-Projekt zu gewinnen. Die sieht Fischer durchaus: Gerade jungen Ärztinnen und Ärzten, die Lebensqualität suchen, oder Berufsrückkehrern komme ein Teilzeit-Angebot wie hier entgegen. Der Standort mitten im Ort und an der Hauptstraße sei ideal – und obendrein pendlerfreundlich: Man suche überregional.

Sollten die Anzeigen keinen schnellen Erfolg bringen, bleibe die UKBS gelassen: Dann werde man das frühere Gemeindehaus zum ohnehin vorgesehenen Nachbarschaftstreff mit Café umbauen, auch ein SB-Bankschalter und ein Pflegedienstbüro sind geplant. Denn das neue kleine Zentrum soll ein Gutteil der Nahversorgung im Quartier übernehmen. „Auch damit wäre das Gebäude voll.“ Und wenn sich dann doch Ärzte melden? „Dann können wir problemlos anbauen“, sagt Fischer.

Und warum macht die UKBS das alles? Fischer: „Weil wir davon profitieren, wenn Menschen länger in unseren Wohnungen bleiben können; außerdem macht ein nahes Zentrum jede umliegende Wohnung attraktiver.“

Vorerst gelte es aber noch abzuwarten, wie die Suche verläuft. Deshalb würden zunächst die Neubauten nebenan hochgezogen.

Die zeichnen sich laut Fischer neben ihrer Barrierefreiheit durch hohes Maß an Sicherheit aus. „Wie bei jedem Neubauprojekt haben wir auch hier vorab die Abteilung Kriminalitätsvorbeugung der Polizei gefragt, was zu beachten ist.“

Für die beiden zweigeschossigen Neubauten ergab das eine aufwändige Ausleuchtung der Grünanlagen, die keine düsteren Angst-Ecken entstehen lässt. Eine Video-Sprechanlage zeigt, wer vor der Tür steht. Einen besonderen Clou biete die Tiefgarage, die 26 Plätze hat: „Die erhält einen Notausgang, damit beide Eingänge in die Häuser abgeschlossen werden können.“