Mit Freunden als Simpsons gehen

Menden..  Zieht das Kostüm über und dann ab ins Getümmel: In den nächsten Tagen könnt ihr dem Karneval in Menden kaum entkommen. Vier Junge-WP-Autoren berichten, wie sie feiern, was gute Kostüm-Ideen sind und wie sie als Karnevals-Muffel dem Trubel entkommen.

Der Karnevalsprofi

Ich liebe Karneval! Und weil ich mich auch gerne verkleide und tanze, habe ich es kombiniert und bin als Showtänzerin Mitglied der Mendener Karnevalsgesellschaft (MKG) Kornblumenblau geworden. Denn es macht mir sehr viel Spaß, vor einem gut gelaunten und feiernden Publikum, zum Beispiel im Mendener Karnevalszelt, zu stehen.

Dafür üben die Tänzer das ganze Jahr zwei bis drei Tänze ein und trainieren zweimal pro Woche, damit zum Beginn der Session alle Schritte sitzen. Das bedeutet viel Arbeit und ist tatsächlich auch schon mal anstrengend. Das Gleiche gilt für die Auftritte selber, denn es wird natürlich nicht nur in Menden getanzt. Die MKG-Tanzgruppen treten zum Beispiel auch in Hohenlimburg auf, und das mehrere Male an einem Wochenende. Doch die Mühe ist es am Ende wirklich wert, wenn man auf der Bühne steht, und alle fleißig mitklatschen und -singen.

Neben dem Spaß muss man also auch Zeit mitbringen, die als Abiturient oder Student leider oft recht knapp bemessen ist. Deshalb kann ich 2015 im Zelt leider nur im Publikum stehen und den Mädels zujubeln. Ich wünsche trotzdem allen eine tolle Session – Helau!

Lisa Nückel

Die Party-Orte

Für Leute, die in Menden Karneval feiern wollen, bietet sich der Umzug am Sonntag an. Verkleidete Karnevalisten ziehen in geschmückten Wagen umher und werfen Süßigkeiten in die Menge. Der Umzug beginnt um 14 Uhr und verläuft durch die Innenstadt. Im Zelt wird von Weiberfastnacht an bis zum Rosenmontag gefeiert.

Für Leute, die Karneval groß feiern wollen, bietet es sich natürlich an, ins Rheinland, nach Düsseldorf, oder Köln zu fahren. Die beiden Städte sind für ihren Rosenmontagsumzug bekannt und werden während der Karnevalszeit von Menschen aus der ganzen Welt besucht. Von Menden aus sind die beiden Städte mit dem Auto und der Bahn in knapp anderthalb Stunden erreichbar. Michael Lage

Das Kostüm

Bei der Suche nach dem richtigen Kostüm für die fünfte Jahreszeit sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Egal ob selbstgenäht, ein Outfit mit kleinen Accessoires aufgepeppt oder das vollständige Kostüm aus dem Fasching-Geschäft. Nur möglichst bunt und kreativ sollte es sein. Die Klassiker wie Cowboy oder Clown sind da eher die Notlösung.

Im Internet hat man die Qual der Wahl:Von Berufen über Zeichentrickserien, Filmstars, Bücher- und Märchenhelden bis hin zu etwas abstrusen Kostümen wie Besteck, Toilettenpapier oder Prinzenrolle. Besonders lustig wird es, wenn man sich mit den Freunden abspricht und zum Beispiel als Sieben Zwerge, Mario und Luigi oder als Simpsons-Familie geht. Es lassen sich jedoch auch zahlreiche Anregungen für günstige Last-Minute Kostüme als Engel, Teufelchen oder Mini Maus finden. Eine weitere günstige Alternative bietet die Mendener Karnevalsgesellschaft, allerdings erst wieder im nächsten Jahr: Sie bietet einen Kostüm-Schnäppchen-Verkauf aus ihrem Fundus im Teufelsturm an.

Lara Pickener

Die Alternative

Für viele Jugendliche sind nicht nur Weihnachten und der eigene Geburtstag die Highlights des Jahres, sondern auch die Karnevalszeit. Sie verbringen das Wochenende mit Feiern, Feiern und nochmals Feiern. Und dann gibt es noch einige, die mit Karneval so ungefähr gar nichts zu tun haben (oder zu tun haben wollen).

Ich persönlich gehöre zu denjenigen, die das lange und schulfreie Wochenende gerne auch anders nutzen. Ich kann nicht sagen, woran das liegt, vermutlich daran, dass ich ohne Karneval-Feiern aufgewachsen bin. In den letzten Jahren habe ich die Feiertage außerhalb der Heimat verbracht. Meistens sind wir in die Berge gefahren, um ein paar Tage Ski zu fahren. Ich finde, es ist eine gute Alternative, um ein paar Tage „rauszukommen“. Man genießt (hoffentlich) gutes Wetter, während man über die Piste fährt und sich mittags auf der Hütte trifft, um eine Stärkung zu sich zu nehmen. Für alle, die es noch nicht ausprobiert haben: sehr empfehlenswert! Max Wallasch