Mit 136 Gramm Marihuana erwischt

Menden..  Die Mutter eines minderjährigen Mädchens hatte den 25-Jährigen angezeigt: Ihre Tochter hatte gestanden, Cannabis konsumiert zu haben. So wurde der Mendener verdächtigt, mit Betäubungsmitteln zu handeln. Gestern saß der 25-Jährige auf der Anklagebank vor dem Schöffengericht – wegen des unerlaubten Besitzes von Betäubungsmitteln in Tateinheit mit Handel.

Vier bis fünf Joints täglich

Denn bei einer Wohnungsdurchsuchung hatten Polizisten 136 Gramm Marihuana bei dem Mendener gefunden – mit einem Wirkstoffgehalt, der „für Marihuana auf deutschen Straßen ganz schön ordentlich“ sei, so Richter Jung. Dass die Drogen ihm gehörten, das gab der 25-Jährige über seinen Verteidiger zu: „Der überwiegende Teil war allerdings für den Eigenkonsum gedacht“, sagte dieser. Etwa vier bis fünf Joints täglich habe er geraucht, sagte der 25-Jährige auf Nachfrage von Richter Martin Jung. Seit der Wohnungsdurchsuchung habe er keine Drogen mehr konsumiert.

Kontakt zur Drogenberatung

Der 25-Jährige hat zwar einen Schulabschluss, allerdings derzeit weder eine Ausbildung, noch eine andere berufliche Perspektive. Das Schöffengericht unter Vorsitz von Richter Martin Jung verurteilte den 25-Jährigen zu einer Bewährungsstrafe von zehn Monaten. Er muss mit einem Bewährungshelfer zusammen arbeiten und Kontakt zur Drogenberatungsstelle aufnehmen. Über Screenings muss er nachweisen, dass er keine Drogen mehr konsumiert. Um seinem Tag mehr Struktur zu geben, muss der 25-Jährige außerdem acht Monate lang zehn Sozialstunden pro Woche ableisten – sollte er in der Zwischenzeit sozialversicherungspflichtig beschäftigt sein, so entfallen die Sozialstunden.