Mirko Kruschinski: Keine Herabsetzung der Kreuztracht

Menden..  Seine Äußerungen zu Besuchen der Karfreitags-Kreuztracht durch Ratsmitglieder haben eine Welle von Reaktionen ausgelöst – SPD-Ratsherr Mirko Kruschinski sieht sich dabei jedoch von der WP „in einem falschen Kontext wiedergegeben“. Dies betreffe insbesondere die Stellungnahme, die er zum WP-Zeitungsbericht über die Kritik von Kreuztracht-Teilnehmern und Helfern an einer fehlenden Präsenz von Ratsmitgliedern bei der Großveranstaltung auf der Facebook-Seite unserer Zeitung abgegeben hatte.

Im Bericht dieser Zeitung darüber sei durch die Herausstellung des Ausdrucks „katholischer Folkloreveranstaltungen“ der Eindruck aufgekommen, er habe Kritik an der Kreuztracht selbst üben wollen. An der nehme er in unregelmäßigen Abständen sehr wohl teil, wenn auch nicht an der Hauptprozession. Und der Ausdruck Folklore sei keineswegs herabsetzend gemeint – sollte es so verstanden worden sein, bedauere er das. Zudem habe es in einem Satz des WP-Artikels so gewirkt, als besuche er gar keine Veranstaltungen. Tatsächlich habe er gemeint, dass er nicht nur deshalb an etwas teilnehmen wolle, weil es sich aus der Sicht anderer so gehört.

Als Ratsmitglied sei er vielmehr regelmäßiger Gast auf Veranstaltungen anderer Glaubensrichtungen und Kulturen, da ihm die Integration ein besonderes Anliegen sei. So sehe er auch eine Aufgabenteilung in der Repräsentation der Stadt durch die Ratsmitglieder: Wer sich in bestimmten Orten und Themen besonders gut auskenne, werde dort auch gern als Repräsentant der Stadt auftreten. Wo es aber keine Bindung gebe, bleibe die Präsenz ein formaler Akt. Dazu sollte nach seiner Meinung kein Politiker genötigt werden. Dass er für seine Haltung im Internet überwiegend Zuspruch erhalte, werde in der Zeitung ebenfalls nicht deutlich.