Messe bald mit Fluchtwegen und Straßenschildern

Lahrfeld..  Sketche, Geschichten und Musik erwarteten die Gäste des Gemeindeabend 2015 der St.-Paulus-Gemeinde. Die Traditionsveranstaltung sorgte einmal mehr für ein vollbesetztes Gemeindehaus.

Den Anfang des Programms machte Pauline, die Gemeindeschnecke. Sie verriet nicht nur streng geheime Interna aus der Sakristei, in der sie lebt, sie gab auch ganz offen zu, dass sie sich das ganze Kirchenpersonal nicht merken kann. „Ich wollte mir schon ein Priester-Memory basteln, aber ich kann nicht gut basteln“, gab das Maskottchen des Kindergottesdienstes zu. Verständlich, denn Schnecken haben ja keine Hände.

Ein besonderer „Klick“

Wer sich auf einen ruhigen Abend mit Pizza und Bierchen gefreut hatte, wurde schnell eines Besseren belehrt. In Abwandlung der beliebten ZDF-Sendung „Dalli Dalli“ schlüpfte Martin Sturzenhecker in die Rolle von Hans Rosenthal und moderierte das Spiel „Paulus-Klick“. Wie damals im Fernsehen musste das Publikum anhand von nach und nach enthüllten Bildern Dinge in der Kirche erkennen. Jeder, der ein Bild richtig gelöst hatte, erhielt von der reizenden Assistentin Friederike Schwarz eine Lakritz-Schnecke.

Traditionell stand auch Musik auf dem Programm. Zunächst setzte sich Maximilian Leung ans Klavier und spielte ein Medley aus Kirchenliedern und Popsongs. Danach trat die Schola auf.

Kathrin Heinrichs spielte auch mit. Gemeinsam mit Marianne Völlmecke führte sie durch das Programm. Zudem war sie ebenfalls Teil davon mit der Lesung aus dem „Tagebuch einer Diät“.

Überraschung gelungen

In diesem Jahr hatte das Organisations-Team eine besondere Überraschung organisiert: eine Tanzeinlage der Tanztourbine. Passend zum nahenden Karneval trugen die Mädels rot-weiße Garde-Kostüme. Unter großem Jubel hüpften sie über die Bühne, Arme und Beine synchron wirbelnd.

Rudolf Völlmecke und Martin Sturzenhecker nahmen als Beamte der Stadt verkleidet einen „Sicherheits-Check“ in der Kirche vor. Das Gutachten kam zum Schluss, dass das Gebäude massive Mängel aufweise. Die Gemeinde müsse nun den Ablauf der Messe ungefährlicher gestalten. Fluchtwege und Straßenschilder könnten dabei helfen. Um alles noch auf die Spitze zu treiben, führten schließlich Petra Nagel und Herbert Heinrichs die Kunstwelt ad absurdum. In ihrem Sketch „Licht unter Brat“ gab er den genialen Künstler, sie die überkandidelte Kunstexpertin, die seine neuesten Werke enthüllen will. Wer schon einmal einen Prospekt zu einer Vernissage gelesen hat, weiß, welch absurde Texte dort manchmal stehen. Ähnlich solchen literarischen Hochgenüssen versuchte die „Expertin“, tieferen Sinn in die jeweils einfarbig angepinselten Leinwände zu interpretieren. Am Ende gestand der „Maler“, dass alle seine Farben eingetrocknet sein, bis auf Weiß, Orange und Schwarz. Gelächter und Applaus hallten lange nach. Und wieder hat die St.-Paulus-Gemeinde einen tollen Abend organisiert.