Benefizkonzert
Mendens Jazz vom Schattendasein befreien
21.03.2010 | 17:54 Uhr 2010-03-21T17:54:00+0100
Menden. Der Rotary Club Menden sorgte Samstagabend mit einem Benefizkonzert zugunsten der Bekämpfung der Kinderlähmung für furiose Stimmung in der Aula des Walburgisgymnasiums
Unter dem Motto „Jazz hilft” kamen drei Jazz- und Swingbands zusammen und gaben vor etwa 250 Besuchern Stücke aus mehreren Epochen der Jazzgeschichte zum Besten. Mehr als 2000 Euro kamen für den guten Zweck zusammen.
Dass alle drei Bands dabei vollständig auf Gagen verzichteten, stand ganz im Zeichen des weltweiten Kampfes gegen die Kinderlähmung, an dem sich der Rotary Club Menden aktiv beteiligt. „Ursprünglich wurde eine Initiative zum Kampf gegen Polio schon 1986 mit der Weltgesundheitsorganisation ins Leben gerufen und dadurch die Zahl der Erkrankungen erheblich gesenkt. Doch da die letzten paar Prozent immer die schwierigsten sind, gibt es seit der Jahrtausendwende wieder vermehrt Aktionen”, sagte Walter Herrmann, amtierender Präsident des Rotary Clubs Menden und fügte an: „Deshalb hat Bill Gates versprochen, 360 Millionen Dollar zu spenden, wenn alle Rotarier weltweit weitere 200 Millionen Dollar einsammeln.” Einen Beitrag zu diesen 200 Millionen werden die Mendener Rotarier nun mit den Erlösen des Konzertes leisten, die aus den Karten-, Essens- und Getränkeverkäufen stammen.
Doch neben der guten Tat stand für die Veranstalter auch die Aufrechterhaltung einer Jazz- und Swingtradition in Menden im Vordergrund. So gab es nicht nur eine epochale Bandbreite zu hören, sondern betrug auch die Alterspanne vom jüngsten bis zum ältesten Künstler knapp 50 Jahre. „Wir wollten zeigen, dass es hier im Raum Menden Ressourcen auf dem Gebiet der Jazzmusik gibt, die bisweilen ein gewisses Schattendasein führen, obwohl es durchaus ein größere Fangemeinde der Jazzmusik in Menden gibt”, erzählte Werner Velte, der nicht nur Hauptinitiator des Konzertes war, sondern auch selbst Trompete in der Jazzcombo der Mendener Rotarier „Swing Wheel ltd.” spielt.
Eben diese Band bildete auch den Auftakt des Konzertes und erzeugte gleich eine freudig ausgelassene Stimmung, die den Rest des Abends auch nicht mehr abreißen sollte. Denn sowohl das Quartett „Fetzwerk”, geprägt vom Sound der 21-jährigen Querflötistin Maja Köster, als auch das „Christian Becker Quartett” überzeugten ebenso mit teils modernen, teils auch unbekannten Stücken und sorgten dafür, dass kaum ein Bein am Boden kleben blieb.
Der Namensgeber letzterer Band war verantwortlich für die Kooperation der Rotarier mit dem Walburgisgymnasium, an dem er als Musiklehrer tätig ist. „Ein Dank gebührt vor allem dem Walburgisgymnasium”, bekräftigten Velte als auch Walter Herrmann.
Einen weiteren Beitrag zur Bekämpfung der Kinderlähmung wird der Rotary Club Menden am 11. April mit einem weiteren Benefizkonzert, diesmal auf der Wilhelmshöhe, leisten. Statt Jazz wird dann Kammermusik zu hören sein. Karten für dieses Konzert sind bei Daub erhältlich.
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