Mendenerin wagt lebensgefährlichen Sprung in Steinbruch-See

Sieht verlockend aus, aber unter der Oberfläche lauert die Gefahr.
Sieht verlockend aus, aber unter der Oberfläche lauert die Gefahr.
Foto: IKZ
Was wir bereits wissen
Eine 18-jährige Mendenerin verschaffte sich mit einem Freund Zutritt zum stillgelegten Steinbruch in der Becke. Beim Sprung aus 15 Metern verletzte sie sich schwer und musste mit einem Rettungshelikopter in ein Krankenhaus geflogen werden.

Becke/Oese.. Eine 18-jährige Mendenerin hat einen Sprung in den See am stillgelegten Steinbruch in der Becke fast mit dem Leben bezahlt. Das Mädchen suchte Abkühlung im bläulich schimmernden Wasser, übersah aber die Gefahr unter der Oberfläche.

Das Mädchen hatte die lange Helligkeit ausgenutzt und war am Mittwochabend gemeinsam mit einem 19-jährigen Freund aus Iserlohn über einen Zaun auf das Gelände geklettert.

Außer Lebensgefahr

Nach mehreren Versuchen sprang sie von einem mehr als 15 Meter hohen Felsvorsprung in die Tiefe. Dabei stieß sie offenbar mit einem Hindernis zusammen und verletzte sich schwer.

Mit Hilfe ihres Begleiters schleppte sie sich noch zur B 7. Dort wurde sie vom Rettungsdienst erstversorgt, den die inzwischen verständigte Mutter alarmierte. Die Ärzte vermuteten eine Wirbelsäulenverletzung und forderten den Hubschrauber an. Für die Landung sperrte die Polizei die Bundesstraße. Mit einem Rettungshubschrauber wurde sie in die Unfallchirurgie Dortmund-Nord geflogen. Mittlerweile ist die 18-Jährige außer Lebensgefahr und ansprechbar.

Kaum bekannt

Der See ist selbst vielen Einheimischen kaum bekannt. Er befindet sich kurz hinter der Stadtgrenze erhöht hinter dem Grohe-Gelände auf Hemeraner Seite.

Das idyllische Gelände des Steinbruchs ist mit einem Zaun gesichert. Hin und wieder versuchen Personen, auf das Gelände vorzudringen. Schon 2007 mussten Höhenretter aus Dortmund Kinder aus einer brenzligen Situation befreien, die zum Spielen auf das Gelände gegangen und dann beim Klettern abgestürzt waren. Sie verfingen sich in Sträuchern und konnten gerettet werden.