Mendener wollen mit "Charlie Hebdo"-Motivwagen ein Zeichen setzen

Medienspektakel in Menden: Im Karnevalsumzug wird am Sonntag ein "Charlie Hebdo"-Motivwagen mitfahren. Zugführer Klaus Durawa (links) erklärt die Gründe.
Medienspektakel in Menden: Im Karnevalsumzug wird am Sonntag ein "Charlie Hebdo"-Motivwagen mitfahren. Zugführer Klaus Durawa (links) erklärt die Gründe.
Foto: Rolf Hansmann / WP
Was wir bereits wissen
Im Mendener Karnevalsumzug wird am Sonntag ein "Charlie Hebdo"-Motivwagen mitfahren. Damit wollen die Jecken ein Zeichen für die Pressefreiheit setzen.

Menden.. Mit einem "Charlie Hebdo"-Motivwagen wollen Karnevalisten aus dem sauerländischen Menden bei ihrem Umzug am Sonntag ein Zeichen für die Pressefreiheit setzen. "Karneval ist ja auch die Zeit der Meinungsfreiheit, wo man auch Politik und Zeitgeschehen aufs Korn nimmt", sagte Zugleiter Klaus Durawa am Dienstag.

In dem Zug mit 42 Gruppen wird ein Wagen mit 20 überdimensionalen Buntstiften zu sehen sein. Die Fußgruppe "Die Oldies" begleitet den Motivwagen mit Narrenkappen, mit Bleistiften als Spitzen. Außerdem wird der Wagen mit französischen Fahnen und Plakaten "Menden est Charlie" geschmückt. Ein zweiter vom Partnerschaftsverein gebauter Handwagen thematisiert ebenfalls den Anschlag auf die französische Satirezeitung. "Es wurde ein drei Meter großer Bleistift mit einer Spitze in Art eines Haifisch-Mauls gebaut, der eine Spielzeug-Pistole frisst", sagte Durawa.

Pro & Contra 50.000 Besucher bei Karnevalsumzug in Menden erwartet

Insgesamt nehmen 42 Gruppen am Umzug des Karnevalsvereins "Kornblumenblau" teil. "Wir haben etwa 1000 Aktive und erwarten rund 50.000 Menschen", sagte Durawa. Angst hätten die Mendener Karnevalisten nicht: "Wir machen ja nichts mit Mohammed." Für den Rückzieher der Kölner Karnevalisten hat Durawa Verständnis: "Ich kann das verstehen, wenn man da eine Million Menschen am Straßenrand hat."

Durawa selbst hat aufgrund der Berichterstattung über seinen Wagen allerdings die Befürchtung, dass mehr Besucher kommen. "Wenn wir auf einmal 60.000 oder mehr Leute haben, bekommen wir Probleme mit unserem Sicherheitskonzept." (dpa)

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