Mendener parkt in Holland falsch - und soll 680 Euro zahlen
15.07.2012 | 18:08 Uhr 2012-07-15T18:08:00+0200
Menden. Bei einem Ausflug nach Venlo hat ein Mendener aus Versehen auf einem Behindertenparkplatz geparkt. Das könnte ihn jetzt bis zu 680 Euro kosten. Denn beim Falschparken verstehen die Niederländer keinen Spaß. Der Anwalt des Mendeners will diesen Fall jetzt rechtlich zur europäischen Grundsatzfrage machen.
Der Mendener Markus B. (Name geändert) steht absolut nicht im Rufe ein Verkehrsrowdy zu sein. Dass er bei einem Tagesausflug nach Venlo (Niederlande) versehentlich seinen Wagen auf einem Behindertenparkplatz stellte, könnte ihn mittlerweile 680 Euro kosten. Sein Anwalt ist der Verkehrsrechtler Martin Schunck. Er möchte diesen Fall rechtlich zur europäischen Grundsatzfrage machen.
Ausgangspunkt: Der Wagen wurde auf einem Behindertenparkplatz abgestellt. „Ich hatte die kleinen Schilder einfach übersehen, sonst hätte ich nie und nimmer meinen Wagen an dem Ort abgestellt“, räumte der Mendener im Nachgang gegenüber seinem Anwalt ein.
Was vielfach in Deutschland weniger bekannt ist: Falschparker auf Plätzen, die für Behinderte vorgesehen sind, werden im Nachbarland empfindlich bestraft . Martin Schunck: „Das sind gleich mal 346 Euro fällig. In Deutschland wäre alles mit 35 Euro erledigt gewesen.“
Säumnisgebühr und Mahnung verdoppelt den Bußgeldbetrag
Für den betroffenen Mendener kam es indes noch deutlich schlimmer. Weil er sich zum Zeitpunkt des Deliktes noch auf der sicheren Seite wähnte, machte ihn ein an ihn gerichtetes Schreiben aus dem Nachbarland nicht stutzig. Er hielt es für Werbung, weil er ja auch eingekauft hatte, und hakte die Sache ab. Dann jedoch kam ein zweites Schreiben, das der Mendener dann doch öffnete. Samt Versäumnisgebühr betrug der zu zahlende Betrag bereits 510 Euro. Der heimische Falschparker hatte daraufhin umgehend Martin Schunck eingeschaltet. Nur wenige Tage später traf eine weitere Mahnung ein. Nunmehr sollte der Mendener 680 Euro berappen.
Markus B. ist sich seines Fehlverhaltens bewusst. Er hofft jedoch gemeinsam mit seinem Anwalt, dass die zu zahlende Summe auf den Anfangsbetrag von 346 Euro sinkt.
Einfach nicht zahlen ist keine Option
Martin Schunck seinerseits appelliert an alle Mendener, sich bei Reisen ins Ausland sorgfältig kundig zu machen, was bei Verkehrsvergehen droht. Seine Warnung: „Ganz schlecht beraten sind diejenigen, die sich beispielsweise gegenüber den Behörden in Holland ganz vor dem Bezahlen drücken.“ Wer als säumiger Zahler blauäugig erneut in die Niederlande fährt, muss mit harten Vollstreckungsmaßnahmen rechnen. Martin Schunck: „Hat dann jemand nicht genügend Geld und keine Kreditkarte bei sich, wird er ohne seinen Wagen heimkehren. Der wird prompt aus dem Verkehr gezogen. Dafür gibt es viele Beispiele.“
Der heimische Verkehrsrechtler prüft derzeit, ob der vorliegende Fall grundsätzliche Aspekte europäischen Rechts beinhaltet. „Es wird so vieles in der EU harmonisiert. Kann es dann angehen, dass für ein und dasselbe Verkehrsvergehen in den Niederlanden zehnmal mehr gezahlt werden muss als in Deutschland?“ Und damit wäre das Thema Säumnisgebühren noch nicht einmal berührt.
00:17
Man merkt es:
Das Sommerloch lässt grüßen.
Wen interessiert überhaupt solch ein Schwachsinn? Der hätte gleich abgeschleppt werden müssen, dann wäre die Rechnung wenigstens dementsprechend ausgefallen.
00:16
Man merkt es:
Das Sommerloch lässt grüßen.
Wen interessiert überhaupt solch ein Schwachsinn? Der hätte gleich abgeschleppt werden müssen, dann wäre die Rechnung wenigstens dementsprechend ausgefallen.
20:03
der Grat zwischen einem Betrag der zur "Besserung des Fehlverhaltens" als gerechtfertigt sehen kann und dem Betrag den man als Schröpfung zu Gunsten der Staatskasse sehen kann ist einfach sehr gering. Eine weitestgehenst gerechte Strafe wäre m.E. eine europaweite, dem Einkommen angepasste Prozenteregelung.zum Beispiel bei dem hier gegebenen Fall 10 Prozent des Netto-Monatseinkommens.... So träfe die Strafe immer gleich hart. Und bevor die Diskussionen aufkommen, man solle nie zu schnell fahren und immer richtig parken - Wer kann das wirklich von sich behaupten?
14:28
Rücksichtslos falsch parken und dann noch nicht mal dazu stehen!
Lauf besser – ist auch gesünder und trägt zum Umweltschutz bei!
18:07
In Dortmund ist mal ein Besucher auf dem Weg nach Iserlohn durch die Strobelalle gefahren. (Umweg). Dabei ist im schlecht geworden, und er hat sein Auto in einer Feuerwehreinfahrt eines Hotels geparkt. Da er nicht in der Nähe seines Fahrzeuges war wurde er abgeschleppt.
Und wie der Zufall es so wollte war das gegenüber vom Signal Iduna Park, und noch zufälliger hatte gerade der BVB ein Heimspiel. Zufälle gibt es.
Und jetzt ist er so sauer das er niemals mehr nach Dortmund kommt. Seiner Meinung nach hätte für das zu parken einer Feuerwehreinfahrt eines Hotels ein Bußgeld gereicht. Das Abschleppen war überflüssig.
Is klar....soll er froh sein, dass es in Deutschland nur so mickrige Bußgelder gibt...möcht nicht wissen, wiiiie vielen zufällig immer schlecht wird, wenn sie die Zahlungsaufforderung in Händen halten :-D
Schöne Geschichte. Wenn der BVB gerade ein Heimspiel hatte, ist die Strobelallee gesperrt..........
17:22
Wäre doch ein charmanter Gedanke, die Verwarngelder in Deutschland an die niederländischen Verhältnisse zu "harmonisieren"!!!
Würde mich sehr freuen.....
14:59
Einsprüche sind in der Regel ebenfalls zwecklos und werden überhaupt nicht wahrgenommen. Schöne Harmonisierung in der EU......vergesst es!
14:56
Wer fährt den heute noch nach Venlo..............
z.b. Senseo Kaffee Pads: gleicher Preis wie in Deutschland ;-)
Heute bei Penny im Angebot für 1,69 Euro :-))
Die zwei Brüder sind keine Reise mehr wert :-((
1,69 EUR für Senseo Kaffee Pads? Das ist fast Wucher, zumal die Deutschen so dumm sind, die ständig kleiner werdenden Packungen zu akzepieren. Wieviele Pads sind da inzwischen drin, doch schon bestimmt weniger als 20, oder? Als Pads neu waren, waren 25 Pads in der Packung, nach und nach wurden es weniger, der Preis blieb gleich, aber Deutschland merkts ja nicht. Ich kaufe grundsätzlich Senseo Pads nur in NL und zahle selten mehr als 2 EUR - allerdings für 35 Pads, meistens liegt der Preis zwischen 1,59 EUR und 1,79 EUR. Einfach mal die Touri-Läden meiden und wie ein Niederländer einkaufen. Ähnliche Schnäppchen macht man übrigens auch mit anderen Grundnahrungsmitteln wie z.B. Nudeln und Reis. Habe schon oft gegen Freunde gewettet, dass mein Einkauf INKLUSIVE Spritkosten günstiger als in Deutschland ist, gewinne seit Jahren ;o)
13:03
Ich finde es richtig. Bin selbst Schwerbehindert mit Parkausweis und erlebe es tagtaeglich, das sich sog. " Normalsterbliche " auf die ausgwiesenen Parkplaetze stellen. Ich kann nicht zaehlen, wie oft ich verbal bedroht wurde, wenn ich mein Recht einfordern wollte, oder ich die Ausrede hoerte " Ich war ja nur mal kurz im Laden "!!!
Solche Menschen, wie dem o.g., wuensche ich, das sie niemals in solch eine Situation kommen und auf Grund einer schwerwiegenden Behinderung einen solchen Invalidenpass zum Parken benoetigen.
Behinderten Parkplätze besetzt sind (wohlgemerkt berechtigt) müssen SIE in den sauren Apfel beißen und sich einen "einfachen" Parkplatz suchen.
Das Leben ist halt kein Ponyhof.
Werter Herr Zensek,
Leuten wie Ihnen wünsche ich wahlweise einen Brückenpfeiler oder aber den Kopf voller Läuse und zu kurze Arme zum Kratzen.....
Woanders für scheint der ja nicht tauglich....wenn Gesindel die ausgewiesenen Behindertenparkplätze widerrechtlich zuparkt, würde ich mich sehr freuen, wenn Sie mal einer dieser Parker sind, wenn ich vorbei komme....
12:57
Hier scheinen die nebenberuflichen Verkehrserzieher und Hilfssheriffs wohl wieder unter sich zu sein.
Setzt Euch doch ins Küchenfenster und sammelt Wutpunkte für den nächsten Blitzmarathon.!
:-))
Radfahrer ohne Behinderung wohnhaft in 200 Seelen Dorf?
creck | #5, ja wir Deutschen müssen den Niederlanden mal die Harke zeigen. Ein deutscher Autofahrer braucht keine Gesetze beachten. Der darf überall parken.Sollen körperbehinderte niederländische Autofahrer wo anders parken wenn die Deutschen kommen.
Wer etwas anderes behauptet ist ein Blockwart