Mendener Museum leiht Rheydt Exponate
22.09.2009 | 18:41 Uhr 2009-09-22T18:41:00+0200Menden. Es ist der Aufmerksamkeit der in Menden geborenen Kunsthistorikerin Julia Wallentin zu verdanken, dass die Sammlung des Mendener Museums einmal mehr über die Stadtgrenzen und die Region hinaus bekannt und gezeigt wird.
Julia Wallentin arbeitet derzeit am Städtischen Museum Schloss Rheydt in Mönchengladbach und entdeckte bei einer Langen Nacht der Kultur die Gerätschaften des historischen Friseursalons, die Friseurmeister Richard Scharpenack dem Mendener Museum zur Verfügung gestellt hatte.
Als Museum der Textilstadt Mönchengladbach verfügt Schloss Rheydt über eine reichhaltige Sammlung von Kleidung verschiedener Epochen. „Aus Garderoben und Kleiderschränken — Damenmode der 50er bis 70er Jahre”, so lautet der Titel der Sonderausstellung, die vom 6. September bis zum 22. November dort präsentiert wird.
Bereichert wird diese Ausstellung nun durch die einzigartigen Exponate aus Menden: Dank der großzügigen Stiftungen der beiden Friseurmeister Richard Scharpenack und Friedrich Merse konnten Teile eines Damenfrisiersalons aus den 50er Jahren an das Museum in Mönchengladbach für die Dauer der Ausstellung verliehen werden. Aus dem Salon Scharpenack stammen ein Thermwellapparat sowie ein Heizgerät mit Lockenzangen aus der Zeit um 1950, von Friedrich Merse wurde die Trockenhaube aus den frühen 60er Jahren gestiftet.
Die Ausstellung gewährt einen Einblick in die Kleiderschränke vergangener Jahrzehnte und erweckt ein farbenfrohes Modegefühl zum Leben. Auch andere große Museen wie das Museum für Kunst- und Kulturgeschichte in Dortmund sowie die Museen der Stadt Lüdenscheid oder das Westfälische Museum für Naturkunde in Münster sind in den vergangenen Jahren auf die Sammlung in Menden aufmerksam geworden und haben Exponate für große Sonderausstellungen entliehen. Das zeigt die überregionale Bedeutung, die der einzigartige Bestand des Mendener Museums inzwischen erlangt hat.
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