Mendener mit Filmriss – sind K.o.-Tropfen schuld?

Foto: Josef Wronski/IKZ
Was wir bereits wissen
Fünf Bier und ein Jägermeister hauen ihn eigentlich nicht um. Trotzdem hatte ein Mendener an Karneval einen Blackout. Hat ihm jemand was ins Bier getan?

Menden.. Das war ein ungutes Erwachen. Ein 45-jähriger Mendener hat für den Tulpensonntag einen Filmriss von etwa zwei Stunden. Er kann sich an nichts aus diesem Zeitraum erinnern. Das wird Karneval auch manch anderem so gegangen sein, doch der Mendener sagt: „Ich habe einen Jägermeister und fünf, sechs Bier getrunken. Das ist nicht die Menge, die mich normalerweise umhauen würde.“ Der gestandene Schütze vermutet, dass ihm jemand K.o.-Tropfen ins Bier geschüttet haben könnte.

Am Sonntagnachmittag habe er mit anderen Menschen in der Poststraße gestanden. Er habe seine geöffnete Flasche Bier auf einem Mülleimer abgestellt – so wie einige andere auch. Einige Zeit später „konnte ich mich kaum noch auf den Beinen halten“. Er sei mit wackeligen Knien gegangen, habe sich ein Taxi genommen und auf dem Weg nach Hause noch eine Portion Gyros gekauft. Das nächste, an das er sich erinnert, ist, dass er zwei Stunden später auf seinem Sofa aufwachte – vor sich die mittlerweile kalte Portion Gyros. Er habe sich dann „fit wie ein Turnschuh“ gefühlt, rätselt nun aber, wie es zu dem Aussetzer kam.

Bei der Polizei liegen derzeit keine Hinweise auf Opfer von K.o.-Tropfen vor. Hat jemand den Verdacht, dass ihm K.o.-Tropfen verabreicht wurden, solle er das in jedem Fall der Polizeiwache melden, betont Polizei-Pressesprecher Dietmar Boronowski. Der Nachweis könne dann über eine Urinprobe geführt werden. Im Märkischen Kreis gebe es etwa jedes viertel Jahr einen Fall, in dem jemand Opfer der narkotisierend wirkenden K.o.-Tropfen wurde, so Dietmar Boronowski. Opfer seien in der Regel Frauen.