Mendener landen ungewollt auf NPD-Wahlliste
04.08.2009 | 10:44 Uhr 2009-08-04T10:44:00+0200
Menden. Die Fälle in NRW mehren sich: Nun sind zwei Männer aus Menden ungewollt auf einer NPD-Wahlliste aufgetaucht. Sie sollen am 30. August für die rechtsextreme Partei für den Stadtrat kandidieren. Doch Dominik Bodendorf und Sven Stölzel sagen klar: „Wir haben mit der NPD nichts zu tun."
Am Montag sind die jungen Männer zum Wahlamt der Stadt Menden gegangen und haben dort offiziell Beschwerde eingelegt. Und gleich danach sind sie zur Polizei gegangen, um Anzeige gegen die NPD zu erstatten. Dort wurde ihnen allerdings gesagt, dass eine Straftat so direkt nicht zu erkennen ist und sie sich zunächst von einem Anwalt beraten lassen sollen. Und auch das haben Dominik Bodendorf (20) und Sven Stölzel (18) getan.
Man sieht: Die beiden wollen alles tun, um schnellstmöglich wieder von der NPD-Wahlliste herunter zu kommen. Ihr Problem: Es existieren tatsächlich ihre Unterschriften auf den Unterlagen, die die NPD beim städtischen Wahlamt eingereicht hat. Aber die haben sich die Rechtsextremen nach Darstellung der beiden jungen Männer erschlichen.
Bekenntnis:„Wir waren total besoffen”
„Es war am Montagabend der Pfingstkirmes”, erinnert sich Dominik Bodendorf und räumt freimütig ein: „Wir waren total besoffen.” Als sie aus einer Kneipe gekommen seien, habe sie dann ein flüchtiger Bekannter, der sich nun auch auf der NPD-Ratskandidatenliste findet, angesprochen. Er habe beide gefragt, ob sie nicht gegen den Bau einer Moschee in Köln unterschreiben wollten. Sie taten es, doch im Nachhinein sagt Dominik Bodendorf: „Das war die größte Dummheit meines Lebens.” Und Sven Stölzel nickt zustimmend. Denn ihre Unterschriften finden sich nun offensichtlich auf der Einverständniserklärung zu den Wahlen.
NPD: "Alles ordnungsgemäß"
NPD-Kreisvorsitzender Timo Pradel bestreitet Unregelmäßigkeiten bei der Kandidatenaufstellung: Bodendorf sei bei der Wahlversammlung dabei gewesen, habe sogar eine eidesstattliche Versicherung unterschrieben. Der 20-jährige weist das voller Empörung zurück: „Ich war nie auf einer NPD-Veranstaltung.”
Schon zum zweiten Mal macht die NPD nun mit ihrer Kandidatenaufstellung Schlagzeilen. Schon vor Wochen hatte ein Brüder-Paar erklärt, unwissentlich auf der NPD-Liste gelandet zu sein.
Aber wie in diesem Fall, so macht die Stadt auch Dominik Bodendorf und Sven Stölzel wenig Hoffnung, dass ihre Namen am 30. August nicht auf den Wahlzetteln stehen werden. Formaljuristisch sei zunächst einmal alles korrekt verlaufen, der Wahlausschuss habe dies abgesegnet, so Frank Wagenbach, zuständiger Fachbereichsleiter im Rathaus.
Aufruf: "Wählt uns nicht!"
Sollten Bodendorf und Stölzel tatsächlich auf den Wahlzetteln bleiben, dann richten sie eine eigentlich für Kandidaten höchst ungewöhnliche Bitte an die Wähler in den Wahlbezirken 2 (Bösperde) und 13 (Lahrfeld) : „Bitte wählt uns nicht!”
12:52
richtig nett ist auch das man einen dieser jungfaschisten in der stadt trifft und er den rechten arm hebt, tja der junge mann ist als kandidat auf der wähler liste der npd. wem will die npd denn da einen erzählen das sie nicht rassistisch sind. :D GOTT ihr seid lächerlich! niemand gleubt eure lügen! jeder weiß was ihr seid!
23:48
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20:47
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00:58
wie zugedrönt und bekifft muss mann sein wenn man nicht mehr lesen kann was unterschrieben wird. diese rotzlöffel sollen mal schön bei der wahrheit bleiben
15:35
@osis: mit Butter und Salz? DA sag ich nicht nein. Zum Rest größtenteils schon. Bei Wahnerkrankungen hilft übrigens keine Therapie, sondern erstmal Neuroleptika.
Erklärt mir bitte mal jemand, warum bei der hier möglichen Abstimmung wenn heute Wahl wäre sich genau diese Partei an die Spitze stellt? Ich glaub, die haben hier ein falsches Zählwerk??
Das sollte mal entfernt werden, ist ja irreal! *Kopfgreif*
16:30
:D wohl war!
der bahnhof ist echt nen witz. darüber sollte die jugend nachdenken und unterschriften an mysteriöse leute abgeben. wen interessiert ne moschee in köln, wenn es in menden auch kein interessiert hat
14:35
...was haben eigentlich Mendener mit dem Moscheebau in Köln zu tun...Mendener schaffen es doch nicht mal eine Bahnhof sinnvoll zu erhalten...
11:38
Der Autor des Artikels ist sehr naiv. Ich kann mich meinem Vorposter nur anschließen: Es handelt sich bei dieser Geschichte um einen plumpen Versuch der Eltern, ihre aufgrund mangelhafter Erziehungsleistung fehlgeleiteten Sprösslinge öffentlich von rechten Dunstkreisen zu distanzieren. Lächerlich!
02:11
ja z.b. das von 20 aufgestellten leuten 17 ne anzeige machen tja. das blat wendet sich
22:48
Es hat kein Kandidat gegen irgendeinen Moscheebau unterschrieben. Jeder Kandidat wurde darüber aufgeklärt, wofür er unterschreibt. Hinzu kommt, daß die Unterschrift auf einem amtlichen Formular geleistet wurde. Dies verstehen natürlich einige besonders aufrechte Demokraten nicht, bzw. wollen es nicht verstehen.