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Mendener Innenstadt wird 2017 spielhallenfrei

28.04.2014 | 07:00 Uhr
Mendener Innenstadt wird 2017 spielhallenfrei
Foto: Tim Schulz

Menden. Spielhallen zählen nicht gerade zu den geschätzten Einrichtungen in der Innenstadt. Mit diesen Etablissements lässt sich aber wohl gut Geld verdienen. So wird auch an der Hauptstraße 2 die geschlossene Spielhalle durch eine neue ersetzt werden – obwohl das endgültige Aus im Jahr 2017 nicht nur für diese Spielothek beschlossene Sache ist.

Noch engeres Regelwerk

Die Stadtverwaltung bestätigte gegenüber der WP, dass die Spielothek an der Ecke Fußgängerzone/Südwall umgebaut und neu eröffnet werden soll. Das Vorhaben ist bekannt, weil der Betrieb im Rathaus genehmigt werden muss. Damit ist klar, dass die Spielhallendichte in diesem Stadtviertel hoch bleiben wird: Ein paar Meter weiter in der Kolpingstraße gibt es drei weitere Vergnügungsstätten dieser Art. In der Gartenstraße, der Marktstraße und der Windthorst-straße existieren noch mal drei.

Spätestens in dreieinhalb Jahren wird die Innenstadt aber spielhallenfreie Zone werden. Davon geht nach jetzigem Stand das Ordnungsamt aus. Hintergrund ist der Glücksspielstaatsvertrag NRW aus dem Jahre 2011. Das Regelwerk setzt die Grenzen für Spielhallen so eng, dass im Mendener Zentrum keine der bestehenden Spielhallen mehr betrieben werden kann. Nach einer Übergangsfrist für länger bestehende Spielhallen greifen die Regelungen spätestens zum 1. Dezember 2017.

Konkret sieht das Gesetz unter anderem vor: Spielhallen müssen untereinander einen Mindestabstand von 350 Metern haben. Jede Spielhalle muss mindestens 350 Meter von Schulen und Jugendtreffs entfernt sein. Aber keiner der genannten Treffs kann die Mindestabstände zu Rodenbergschule, Walram, Jugendtreff Zentrum oder Realschule Menden einhalten.

Von den Standorten außerhalb der Innenstadt hält das Ordnungsamt nur drei langfristig für genehmigungsfähig. Das sind auf Platte Heide Hämmerstraße und Holzener Dorfstraße sowie Elsternweg in Bösperde. Ein einziger der drei Standorte an der Lendringser Hauptstraße erfüllt zwar die Mindestabstände, muss aber trotzdem 2017 schließen. Denn die Stadtverwaltung und der Stadtrat haben die Bebauungspläne für Lendringsen so weit geändert, dass keine Spielhallen mehr erlaubt sind. Ähnliches ist für viele weitere Stadtviertel geschehen. Dadurch soll verhindert werden, dass Spielhallen das Image von ganzen Straßenzügen herunterziehen.

Gleichwohl gibt es weiterhin Stadtbereiche, in denen Spielhallen erlaubt bleiben, beispielsweise Industriegebiete. Das weiß man auch im Rathaus: „Es ist zu erwarten, dass Spielhallenbetreiber zukünftig andere Standorte ausfindig machen.“

Thorsten Bottin

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2014-04-28 07:00
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