Mendener fühlen sich sicher in ihrer Stadt

Größte Sorge bereiten den Mendenern die Wohnungseinbrüche.
Größte Sorge bereiten den Mendenern die Wohnungseinbrüche.
Foto: picture alliance / dpa

Menden..  Der Großteil der Mendener fühlt sich sicher in seiner Stadt. Das ist ein weiteres Ergebnis der repräsentativen WP-Bürgerbarometer-Umfrage. Das Sicherheitsgefühl der Mendener ist seit der letzten Befragung im Jahr 2007 sogar noch gestiegen.

65 Prozent der Mendenerinnen und Mendener fühlen sich hier „sehr sicher“ beziehungsweise „sicher“. „Das ist ein zufriedenstellender Wert“, sagt Kommunikationswissenschaftlerin Sabine Lauderbach von der Uni Duisburg/Essen. „Das Sicherheitsempfinden ist im Durchschnitt gut.“ Nur weniger als jeder zehnte Befragte gibt an, sich in der Stadt eher unsicher zu fühlen.

Aber: Ein Viertel der Befragten ist in dieser Frage unentschlossen. „Sie fühlen sich weder unsicher, noch sicher in ihrer Stadt“, so Sabine Lauderbach.

Frauen fühlen sich unsicherer

Das Sicherheitsgefühl ist im Mendener Norden am höchsten: Mehr als 70 Prozent der Menschen aus Bösperde, Holzen, Halingen, Menden-Nord und Schwitten erleben ihre Stadt als sicher. Im Zentrum ist das subjektive Sicherheitsgefühl im Vergleich am geringsten: Aber auch hier fühlen sich mehr als 60 Prozent „sehr sicher“ und „sicher“. Frauen machen sich etwas mehr Sorgen um die Sicherheit in Menden als die männlichen Befragten: Aber auch hier beantworten mehr als 60 Prozent der Mendenerinnen die Frage mit „sehr sicher“ und „sicher“.

Dass sie sich in Menden keine großen Sorgen vor Kriminalität machen, sagen am ehesten die ältesten Befragten, die 70 Jahre und älter sind. Befragte zwischen 50 und 59 Jahren dagegen geben bei der Umfrage noch am ehesten an, sich nicht sicher zu fühlen.

Haus- und Wohnungseinbrüche bereiten den Mendenern die größten Sorgen: 60 Prozent gaben beim Bürgerbarometer diese Kriminalitätsform an. Dass sie Opfer von Gewaltdelikten werden fürchtet weniger als ein Fünftel der Befragten: 18 Prozent. Und auch vor klassischen Betrugsdelikten, darunter Enkeltrick und Taschendiebstahl, fürchten sich nur 10 Prozent der Befragten.

Ein Viertel fürchtet sich vor Gewalt

Die Befragten aus Menden-Mitte sorgen sich etwas weniger über Einbrüche als Befragte im Norden und Süden. Dafür ist im Zentrum die Sorge vor Gewaltdelikten höher: Fast ein Viertel der Befragten aus Menden-Mitte fürchtet sich vor dieser Form der Kriminalität.

Männer befürchten eher Einbrüche, weibliche Befragte sorgen sich eher über Taschendiebstähle. Die jüngsten Befragten (14 bis 19 Jahre) machen sich am ehesten Sorgen über Gewaltdelikte. Die Angst vor Taschen- und Trickdiebstählen ist am höchsten bei den Befragten über 60 Jahren.

Dass Mendener sich im Durchschnitt sicher in ihrer Stadt fühlen, freut die Polizei: „Dieses Sicherheitsgefühl ist subjektiv, die Zahlen belegen es aber“, sagt Dietmar Boronowski, Pressesprecher der Kreispolizeibehörde. Gemessen an der Kriminalitätsstatistik 2014 der Kreispolizei ist die Stadt im vergangenen Jahr etwas sicherer gewesen als noch 2013.

Aufklärungsquote steigt

Die Zahl der Straftaten ist bei den meisten Delikten gesunken. Parallel dazu stieg die Aufklärungsquote. Insgesamt zählte die Polizei in Menden im vergangenen Jahr 2855 Straftaten nach 2999 im Jahr 2013.