Mendener bricht auf zur großen USA-Tour

Philipp Schubert ist Gitarrist bei der Death-Metal-Band Stillbirth, mit der er jetzt auf große USA-Tour geht.
Philipp Schubert ist Gitarrist bei der Death-Metal-Band Stillbirth, mit der er jetzt auf große USA-Tour geht.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Mit seiner Band Stillbirth geht Philipp Schubert aus Menden auf Tour durch die Vereinigten Staaten. Die Death-Metal-Band spielt 13 Konzerte innerhalb von 15 Tagen in Großstädten wie Los Angeles oder Chicago. Trotz martialischer Texte geht es dabei ganz harmlos her.

Menden.. Von Menden aus geht es heute los auf große USA-Tour für Philipp Schubert. Mit seiner Death-Metal-Band „Stillbirth“ spielt er dort im Rahmen von Festivals und Konzerten 13 Auftritte in 15 Tagen – ein strammes Programm.

„Stillbirth“ bedeutet auf Deutsch Stillgeburt. Der Name trifft schon wie ein Hammerschlag. „Das stimmt zwar, aber ein martialischer Bandname ist in der Szene dringend notwendig. Sonst wird man gar nicht ernst genommen“, erklärt Philipp Schubert lachend.

Aber das düstere Äußere bestimmt nicht das Verhalten der Szene: „Bei Menden à la carte gibt es bestimmt mehr Schlägereien als bei jedem Metal-Konzert. Obwohl die Musik sehr brutal ist, sind die Fans das genaue Gegenteil.“ Er muss es wissen, schließlich sind dies nicht die ersten Konzerte, die er spielt.

Exoten auf der Tour

Aber direkt 13 Stück in so kurzer Zeit auf der sogenannten „Brutal Grooves’n’Grinding Moves Tour does Murica“ sind auch für ihn neu: „Das wird eine ganz schön harte Zeit. Wir spielen abends unser Konzert, und am nächsten Morgen müssen wir erstmal 600 Meilen zu unserem nächsten Auftritt fahren. Und das an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen“, berichtet Schubert über die auf ihn und seine Bandkollegen wartenden Strapazen.

Mitgenommen werden die Musiker übrigens von der US-Band „Cognitive“, die sie bei Konzerten in Deutschland kennengelernt haben. Das macht die Sache für die fünf Jungs von „Stillbirth“ natürlich einfacher: Sie müssen nur mit ihren Instrumenten bei den Auftritten erscheinen, das Equipment kommt von „Cognitive“.

Und obwohl die amerikanischen Kollegen die größere Hausnummer sind, steht auf manchen Plakaten in den Staaten der Mendener mit „Stillbirth“ ganz oben: „Wir sind eben die Exoten auf der Tour, das finden die Amis besonders interessant“, sagt der 27-Jährige über diese Marketing-Entscheidung.

Lediglich eine schlechte Kritik

Bezahlt wird ihre Tour natürlich durch die einzelnen Auftritte. Manchmal bekommen sie pauschale Gagen, manchmal erhalten sie Anteile an den verkauften Eintrittskarten. Zusätzlich machen sie noch Geld mit dem Verkauf von Band-Shirts, Fanartikeln oder CDs. Vielleicht wird der ein oder andere Amerikaner auch auf das neue Album „Global Error“ zurückgreifen, das Anfang des Jahres erschienen ist und von dem besonders viele Stücke auf der Tour gespielt werden.

Der Mendener, der im Übrigen Business Management studiert hat und eine App-Agentur betreibt, beschreibt „Global Error“ als Mischung aus den üblich martialischen aber auch politischen Texten, wie der Titel schon suggeriert.

Man habe aus vielen Kritiken nur eine einzige schlechte für das Album bekommen, die Musikhändler haben es in ihr Sortiment aufgenommen: „Wir bekommen sehr positives Feedback für die CD. Und wir hoffen, dass sie und die USA-Tour der Startschuss für uns ist.“