Das aktuelle Wetter Menden 18°C
Glaube verbindet

Menden und Lima sind zehn Jahre Partner

16.09.2011 | 11:02 Uhr
Menden und Lima sind zehn Jahre Partner
Abendmahlsfeier in der Iglesia Evangelica de los Peregrinos de Perú, Lima (von links: Dorothea Goudefroy, Pastora Hilda Tenorio, Pastor Rafael Goto

Menden.Vielleicht wird es ja doch noch etwas mit einer Internet-Live-Schaltung über Kontinente hinweg. Am Sonntag feiern evangelische Christen in Menden und Perus Hauptstadt Lima das offiziell zehnjährige Bestehen ihrer Gemeindepartnerschaft.

Die Warnung aus Lima trudelte rechtzeitig ein, bevor die siebenköpfige Mendener Delegation in den Sommerferien nach Lima aufbrach: „Bringt bloß warme Sachen mit, wenn ihr kommt. Es ist derzeit bitterkalt bei uns.“ Der Winter auf der Südhalbkugel stellte die Mendener jedoch auf keine harte Proben, obwohl wärmende lange Unterwäsche und Pullover eingepackt waren. Pfarrerin Dorothea Goudefroy: „Bei minimal 15 Grad war es für unsere Verhältnisse ja recht mild.“ Das war es aber nur für die Mendener. In Lima trugen viele Einwohner dicke Jacken.

Es waren zwei Turbo-Woche mit vielen Begegnungen und „einer überwältigenden Herzlichkeit, die wir erlebt haben“. Eine Woche verbrachten die Mendener direkt in der Partnergemeinde Iglésia Evangelica de los Peregrinos de Peru (IEPP) und ihren Freunden, die andere vornehmlich bei einer Reise durch Peru.

Nicht nur für Sabine Wuttke und ihre Tochter Miriam gilt fortan: Sie haben im Grunde eine zweite Heimat bekommen. „Unser Haus ist jetzt auch euer Haus“, wurden sie von ihren Gastgebern verabschiedet. Überhaupt: Die Christen der Partnergemeinde hatten keine Mühe gescheut. Für die Mendener waren sogar die Zimmer eigens neu gestrichen worden. „Es gab so viele Zeichen größter Wertschätzung“, berichten die Mendener Delegationsmitglieder.

Dass man bei Besuchen auf dem Markt staunen würde, wussten die Mendener von anderen Lima-Reisenden. Letztlich war das Staunen vor Ort dennoch groß. Sabine Wuttke: „Es gibt mehr als 3000 Sorten Kartoffeln.“ Und dann auch noch ein Fleischgericht, das Mitteleuropäern doch sehr gewöhnungsbedürftig ist: Meerschweinchen.

In einem Punkt konnten die Mendener längst nicht alle Wünsche ihrer Gastgeber erfüllen. „So viele Menschen hatten gehofft, dass wir auch sie in ihren Häusern besuchen würden“, waren vom Terminplan jedoch Grenzen gesetzt. Das galt somit für alle Mendener, die nach Herzenslust verwöhnt wurden.

Live-Schaltung möglich?

Besonders wichtig war den Reisenden die Teilnahme am Gottesdienst mit Abendmahl bei den Freunden. Ein Ereignis, das ausnahmsweise auch fotografisch dokumentiert wurde. Pfarrerin Dorothea Goudefroy: „Häufig verbieten wir ja aus gutem Grund das Fotografieren in Gottesdiensten. Wir wollten es jedoch auch für unser großes Partnerschaftsfest und unseren neuen Gemeindebrief ein wenig dokumentieren.“

Mit Spannung fiebern viele evangelische Gemeindeglieder jetzt dem Partnerschaftssonntag entgegen. Der wird in Menden zentral für alle Pfarrbezirke von 10 bis 15 Uhr im und rund um das Paul-Gerhardt-Haus Platte Heide gefeiert. In Lima ebenfalls von 10 bis 15 Uhr. Es ist jedoch nur vermeintlich zeitgleich. Denn Lima liegt in einer anderen Zeitzone.

Bei einem Unterschied von acht Stunden ist es beim Festbeginn in Menden noch tiefe Nacht bei den Freunden. „Vielleicht kommt noch eine Internet-Schaltung zustande, wenn unser Fest endet. Es wäre doch sehr schön“, besteht jedoch Hoffnung.

So oder so. Viel zu erzählen haben: Thomas Schotenröhr, Mechthild Stenk, Gabi Haber und Dirk Stöffer. Stellvertretend für ihre Delegation hatten Dorothea Goudefroy, Sabine und Miriam Wuttke der WP über ihre Reise berichtet.

Heinz-Jürgen

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/5068253/create

Aktuelle Fotos und Videos
Fußballpfingsten in Menden
Bildgalerie
Fußball
TT-Turnier in Lendringsen
Bildgalerie
Tischtennis
Pfingstkirmes in Menden
Bildgalerie
Kirmes
Land unter in Menden-Asbeck
Bildgalerie
Unwetter
Aus dem Ressort
Projekt Feuchtwiese ist Teamarbeit
Naturschutz
Für dieses Projekt ziehen gleich mehrere Beteiligte erfolgreich an einem Strang. Ende der 1980er Jahre hatte die Stadt in den Ruhrauen eine 5000 Quadratmeter große Fläche gekauft mit dem Ziel, dort eine Feuchtwiese entstehen zu lassen. Inzwischen hat sich die dafür typische Pflanzen- und Tierwelt
250 Patienten in der Ambulanz
St.-Vincenz-Krankenhaus
Das Pfingst-Wochenende hat die Ambulanz des Mendener St.-Vincenz-Krankenhauses vor besondere Herausforderungen gestellt. Knapp 250 Menschen haben dort während der Pfingsttage Hilfe gesucht, wie Pressesprecherin Donata Pertzborn-Wagner berichtet.