Menden schrumpft auf unter 50000 Einwohner
27.11.2009 | 13:25 Uhr 2009-11-27T13:25:00+0100
Menden. Bis zum Jahr 2030 wird Menden 15,1 Prozent seiner Einwohner verlieren. Das geht aus der Vorausberechnung zur Bevölkerungsentwicklung des Landesbetriebes Information und Technik Nordrhein-Westfalen hervor. Beunruhigend: Die Zahl der über 80-Jährigen steigt um 112 Prozent.
Von aktuell 57210 Einwohnern bleiben 2030 nach der Prognose nur noch 48570 übrig. Am dramatischsten ist der Rückgang bei jungen Menschen im Alter von 16 bis 25 Jahren. Die aktuelle Zahl von insgesamt 6270 wird sich nach der Prognose auf 3570 reduzieren.
Nachbarstädte
Auch die Nachbarstädte müssen Bevölkerungsschwund hinnehmen. In Iserlohn liegt der erwartete Rückgang bei 13,9 Prozent, in Balve bei 11,2 Prozent, in Fröndenberg bei 20,4 Prozent, in Schwerte bei 12,5 Prozent und in Wickede bei 9 Prozent. Hemer dagegen soll sich positiv entwickeln: Von zurzeit 37610 Menschen soll es nach Angaben des Landesbetriebes bis 2030 auf 41090 bergauf gehen. Ein Zuwachs von 9,3 Prozent.
Modellrechnung
Im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen hat IT.NRW als Statistisches Landesamt erstmals eine aktuelle Modellrechnung zur zukünftigen Bevölkerungsentwicklung für alle Städte und Gemeinden des Landes durchgeführt. Die Berechnungen stellen eine Anschlussrechnung an die Vorausberechnung der Bevölkerung in den kreisfreien Städten und Kreisen Nordrhein-Westfalens 2008 bis 2030/2050 dar, die IT.NRW bereits im Mai dieses Jahres vorgestellt hat. Bei der aktuellen Modellrechnung handelt es sich um "Status-quo-Berechnungen", d. h. bezogen auf die einzelnen demografischen Komponenten wurde die bisherige Entwicklung der Gemeinden - unter Berücksichtigung der zukünftigen Veränderungen - für den Berechnungszeitraum fortgeschrieben.
Details
Ergebnisse für kreisangehörige Städte und Gemeinden finden Sie unter: http://www.it.nrw.de/presse/pressemitteilungen/2009/pdf/184_09a.pdf
Ergebnisse für kreisfreie Städte und Kreise finden Sie unter: http://www.it.nrw.de/presse/pressemitteilungen/2009/pdf/184_09b.pdf
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