„Menden live“ soll weiterleben

Menden..  Nach rund 20 Veranstaltungen ist die Anfang 2014 aufgelegte städtische Info-Reihe „Menden live“ vorerst beendet – sie soll aber weiterleben. „Wir stellen uns jetzt neu auf“, betonte Hannelore Pifczyk, die im Bürgermeisterbüro das bisherige Programm organisierte und betreute. Die Erfahrungen mit Erfolgen und Fehlschlägen sollen in die Neuauflage einfließen. Und: „Wir fragen auch die Bürger, was sie wissen wollen, was sie an der Arbeit ihrer Verwaltung interessiert.“ Dass so etwas kein Selbstläufer ist, musste Pifczyk erkennen, als sie das Bürgerbistro des Rathauses auch Vereinen und Verbänden als Bühne anbot. „Da kam nichts, aber wohl auch, weil die Ehrenamtlichen ohnehin bis zur Halskrause in Arbeit stecken“, vermutet sie.

Auch wenn die Stadt keine Zuschauerquoten erfüllen muss und will: An den Darbietungen selbst soll noch gefeilt werden. „Wir haben erkannt, dass reine Vorträge, selbst zu packenden Themen wie Hochwasser, Demografie oder Integration, kaum Bürger ins Rathaus locken.“ Das sei angesichts der engagiert und neben dem Alltagsgeschäft intensiv vorbereiteten Veranstaltungen schade gewesen.

Zugleich gab es Publikumserfolge wie die Vorstellung aller Kindergärten, die Erzählungen einer syrischen Flüchtlingsfrau, die Präsentation städtischer Ausbildungsstellen oder die Veranstaltung zu den Ortsteilen. „Persönliche Betroffenheit, die Aktualität des Themas und mitunter auch der erwartete Unterhaltungswert erhöhen die Teilnehmerzahl“, resümiert Pifczyk. Zum Bürgerspaziergang am Glockenteichbach seien mehr Menschen gekommen, als zu einem Vortrag wohl jemals erschienen wären.

Zugleich sei nicht jeder Schauplatz für Veranstaltungen geeignet: „Wir können die Bürger nicht einfach so ins Flüchtlingsheim einladen.“ Bei ernsten Themen müsse auch der Rahmen angemessen sein – „Klamauk wollen wir nicht.“

Mit der ersten Serie sei sie „wie alle beteiligten Kollegen insgesamt sehr zufrieden“, sagt Hannelore Pifczyk. Wenn es um die schiere Publikumsbeteiligung gehe, dann erinnere sie nur an die Anfänge des Mendener Sommers: „Eine Bühne, 20 Leute.“ Heute sei daraus eine Großveranstaltung geworden.

„Auch wir wollen und können noch wachsen“, Themen dafür gebe es jedenfalls genug. Ob man im Stadtarchiv blättert, über kulturelle Veranstaltungen rede, über Fragen des Ordnungsrechts – bei „Menden live“ sei noch vieles denkbar. Und gerne werde man dabei auch die Vorschläge von WP-Lesern aufgreifen (siehe Infobox).