Menden auf dem Smartphone

Diese Truppe ist stolz auf die neue Menden-App „Momend“ (von links): Fabian Kreutz (Smartmedia Solutions), Alexander Nickel (Vertriebsabteilung der Stadtwerke), Stefan Schlücking (IT-Leiter der Stadtwerke), Bernd Reichelt (Geschäftsführer der Stadtwerke Menden) und Maria Geers (Marketingleiterin der Stadtwerke)
Diese Truppe ist stolz auf die neue Menden-App „Momend“ (von links): Fabian Kreutz (Smartmedia Solutions), Alexander Nickel (Vertriebsabteilung der Stadtwerke), Stefan Schlücking (IT-Leiter der Stadtwerke), Bernd Reichelt (Geschäftsführer der Stadtwerke Menden) und Maria Geers (Marketingleiterin der Stadtwerke)
Foto: WP

Menden..  Der Friseur macht heute den Haarschnitt zum Sonderpreis, um die Ecke ist Ü-30-Party, und die Westfalenpost berichtet über den Wohnungsbrand von gestern Nacht: Informationen wie diese können die Mendener ab sofort quasi aus der Tasche ziehen. Die Stadtwerke Menden haben ihre bereits angekündigte Smartphone-App für die Stadt freigeschaltet. „Momend“ ist sowohl für Apple- als auch für Android-Geräte kostenlos in den Stores zu bekommen und wird nun offensiv beworben. Die App bündelt Informationen aller Art über die Stadt und aus der Stadt – und kann von den Bürgern, Vereinen und Gewerbetreibenden ganz simpel mit aktuellen Nachrichten gefüttert werden.

Bereits zur Glockenteichbach-Eröffnung hatten die Stadtwerke die App angekündigt. Ohne großartige Werbung gab es gestern bereits 963 Nutzer. Stadtwerke-Chef Bernd Reichelt ist aber auch aus einem zweiten Grund ziemlich stolz auf „Momend“: Für Stadtwerke dieser Größenordnung sei die App nämlich ein „Novum“. Das städtische Tochterunternehmen will mit dem neuen Handy-Programm den Branchenbegriff „Versorger“ weiter fassen als bisher – es geht nicht mehr nur ums Liefern von Wasser und Energie, sondern auch von Informationen. Damit, so Reichelt, verfolge man eine Strategie weiter, die bereits mit dem Aufbau des kostenlosen W-LAN-Netzes in der Innenstadt begonnen habe. „Wir wollen Versorger in allen Lebensbereichen sein“, fasst Reichelt seinen Anspruch zusammen.

Neuer Marketing-Kanal

Klar, die App „Momend“ ist dabei ein neuer Marketing-Kanal der Stadtwerke. Das gibt Marketingleiterin Maria Geers zu. Deshalb gibt es auf der Startseite auch einen Button, der zu Informationen über die Stadtwerke führt. Die App solle aber allen Mendenern dienen. „Wenn es der Stadt gut geht“, sagt Maria Geers, „geht es auch den Stadtwerken gut“. Bei der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Menden sieht man das wohl ebenso: Die WSG befürworte die App und habe auf eine eigene Anwendung ähnlicher Art verzichtet, sagt Reichelt.

Schneller Zugang zur App

Allerdings wollen die Macher der App einen Mehrwert für die Mendener bieten. Vereine können sich präsentieren und Vereinsnachrichten verkünden. Händler und Geschäfte finden eine Plattform, um aktuelle Angebote und Produkte zu verkünden. Ein Nachrichtenticker bündelt die Weltnachrichten und lokale News der Westfalenpost. Es gibt ein Branchenbuch und eine Übersicht über Einrichtungen und Behörden. Sogar auf der Suche nach dem nächsten Freizeitvergnügen werden die Nutzer fündig: Die App listet aktuelle Kulturveranstaltungen und Partys auf. Per Fingertipp kann man seine Favoriten mit dem eigenen Smartphone-Kalender verknüpfen oder sich den Weg zum Veranstaltungsort auf einer Stadtkarte zeigen lassen.

Wer sich in der App präsentieren oder Nachrichten verkünden will, schafft das recht simpel: Eine Anmeldung bei den Stadtwerken genügt, anschließend können Nutzer sich selbst in die App einloggen und sie füllen. Den technischen Support oder Bedienhilfen gibt es ebenfalls beim Versorgungsunternehmen.

Und wie viel Geld wollen die Stadtwerke mit der App verdienen? Bernd Reichelt dementiert direkte kommerzielle Erwartungen. „Die App kostet uns genau so viel, als wenn wir zwei Mal im Jahr eine Kundenzeitschrift herausgeben.“