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Mehrheit will das Straßenlicht nicht

21.02.2012 | 18:25 Uhr
Mehrheit will das Straßenlicht nicht
Leser sagen: So düster wie zulettzt auf Westtangente soll es auf Straßen in Menden nicht sein.

Menden.Der Rücklauf war beträchtlich. „Was geht beim Sparen, was nicht?“, hatte die WP die Leser gefragt. Mehrere Dutzend Coupons, zahlreiche E-Mails, aber auch Gespräche mit Besuchern und Anrufern verdeutlichen: Total tabu scheint das nächtliche Ausschalten der Straßenbeleuchtung zu sein.

Die vorliegenden Reaktionen sind zwar keinesfalls repräsentativ. Sie zeigen aber: Mendener sind in harten Sparzeiten durchaus zu Opfern und persönlichen Einschränkungen bereit. So könnten sich etwa 50 Prozent vorstellen, dass für Immobilien-Inhaber die Grundsteuer B erhöht werden könnte, damit Kindergartenbeiträge für Familien finanziell nicht zu sehr nach oben steigen.

Doch was könnten weitere Reizthemen sein bzw. werden? Die bereits genannte Straßenbeleuchtung auf jeden Fall. Aber der Verzicht auf die so lieb gewonnenen Palmen am Alten Rathaus und das komplette Einstellen der Weihnachtsbeleuchtung. Dabei war die bereits im Dezember karg ausgefallen. Einzig ein Bäumchen mit einigen Lichterketten hatte die Stadt noch am Alten Rathaus aufgestellt.

Bei der Straßenbeleuchtung würden nur ca. fünf Prozent eine Abschaltung akzeptieren. Insbesondere ältere Leser könnten das jedoch nie und nimmer für gut heißen. Ihnen ist es schon jetzt in vielen Bereichen viel zu dunkel. Etwa zwei Drittel möchten auf jeden Palmen und Weihnachtsbeleuchtung behalten.

Wichtiger Indikator für die Mendener Politik und die Arbeitsgruppe sparen: Bei den Punkten Verzicht auf Wände für Wahlplakate, Reduzierung der städtischen Dienstagwagen und Reduzierung der Ausschüsse durch Zusammenleben tendiert der Akzeptanzwert gegen 100 Prozent.

Eine vergleichsweise kleine Einsparsumme von 10 000 bis 15 000 Euro findet mit sehr großer Mehrheit Beifall. Demnach wären Bürger der Politik kaum gram, würden für den Mendener Sommer keine Tribünen mehr aufgebaut und die Veranstaltung zur Stehparty..

Die Redaktion würde sich über weitere Rückmeldungen freuen. Ihre Meinung ist nach wie vor gefragt. Der Coupon auf der zweiten Lokalseite.

Heinz-Jürgen Czerwinski

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