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Marienkrankenhaus Wimbern

Mehr als 100 Jobangebote für Pfleger und Ärzte

30.10.2011 | 15:54 Uhr
Mehr als 100 Jobangebote für Pfleger und Ärzte
Das Marienkrankenhaus Wickede-Wimbern schließt zum Jahresende. Foto: T. Bottin

Wimbern.Bisher war es nur eine Absichtserklärung, jetzt liegt auch der offizielle Beschluss der Gesellschafter vor: Das Marienkrankenhaus Wimbern schließt den Betrieb zum 31. Dezember. Die Suche nach Perspektiven für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter läuft auf Hochtouren.

Wie der kaufmännische Leiter des Krankenhauses, Wilfried Averhage, gegenüber der WP erklärte, haben die 224 Betroffenen mittlerweile ein Paket von mehr als 100 Stellenangeboten bekommen. Einrichtungen des Hospitalverbundes sowie aus benachbarten Städten haben dazu eine Übersicht ihrer freien Stellen erstellt. „Darunter sind Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und ambulante Pflegedienste“, erklärt Averhage. Auch die Bundesagentur für Arbeit hat in der vergangenen Woche die Beratungsgespräche mit den Betroffenen begonnen. Averhage weiß um die Existenzängste vieler Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. „Die fürchterliche Ungewissheit muss möglichst schnell beendet werden“, sagt er.

Außerdem beginnen nun die Gespräche der Geschäftsführung mit der Mitarbeitervertretung über einen Sozialplan oder eine Beschäftigungsgesellschaft. „Wir sind stark daran interessiert, eine gute Lösung für die Mitarbeiter zu finden“, betont Averhage (siehe auch Stellungnahme der Geschäftsführung auf ).

Der Vorsitzende der Mitarbeitervertretung, Oberarzt Sami Yazigi, erwartet, dass die Geschäftsführung diesen Worten Taten folgen lässt. „Jeder soll eine Perspektive bekommen“, formuliert Yazigi das Verhandlungsziel der Mitarbeitervertretung.

Für die Patienten wird derweil das Angebot des Krankenhauses bis zum letzten Tag aufrecht erhalten. „Die Dienstpläne für November und Dezember sind fertig“, erklärt Yazigi. „Wir arbeiten ganz normal.“ Die Akut- und Grundversorgung bleibe gewährleistet. Gleichwohl rechnet er damit, dass sich angesichts der Schließungspläne manche Patienten bereits zu anderen Kliniken umorientieren.

Thorsten Bottin

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