Marienkäfer suchen Wärme
02.11.2011 | 19:44 Uhr 2011-11-02T19:44:00+0100
Menden. Schwärme von Marienkäfern vor den Fenstern und in den Wohnungen. Doch um eine Plage handelt es sich dabei nicht. Das Phänomen existiert schon seit rund sechs Jahren, erklärt der Biologe Professor Rainer Feldmann.
Schwärme von Marienkäfern vor den Fenstern und in den Wohnungen – schon viele Mendener haben dieses Jahr das Käfer-Schauspiel erlebt. Doch um eine Plage handelt es sich dabei nicht. Das Phänomen existiert schon seit rund sechs Jahren, erklärt der Biologe Professor Rainer Feldmann.
In den Häusern und Wohnungen ist vor allem der ostasiatische Marienkäfer, Harmonia axyridis, zu finden. Dieser Neubürger wurde in Deutschland als Schädlingsbekämpfer eingeführt, die Larven des Käfers fressen Blattläuse. „Die ostasiatischen Marienkäfer vermehren sich offenbar schneller als die heimischen“, sagt Feldmann. „Schädlich sind sie aber nicht“.
Die Neubürger fliegen vor allem auf helle Hauswände und in Öffnungen. „Das können dann offen stehende Fenster oder Türen sein“, erklärt Feldmann. In den warmen Häusern suchen sie sich einen Platz zum Überwintern. Dieses ist nämlich die Besonderheit der Marienkäfer: Sie überwintern als Käfer und sterben im Frühling nach der Eiablage. Die meisten Insekten überwintern als Larven.
„Die Käfer in den Häuser sind nicht schlimm, das kann aber schon Ausmaße annehmen“, sagt Feldmann. Bis zu 50 Käfer in einem Raum sind keine Seltenheit. Zu erkennen sind die ostasiatischen Marienkäfer an der Zeichnung auf ihrem Halsschild, von vorn betrachtet ergibt diese ein W. Außerdem sind die Insekten größer als die heimischen 2-Punkt- und 7-Punkt-Käfer.
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