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Ralf Schmitz in Menden

Mama: Das unerklärliche Phänomen

25.10.2011 | 18:00 Uhr
Mama: Das unerklärliche Phänomen
Ralf Schmitz auf Lesetour in Menden

Menden. Nach Schmitz’ Katze nun die Mutter: Auf Ralf Schmitz’ ersten Bestseller folgte am Sonntagabend auf der Wilhelmshöhe in Menden die Leseshow zu seinem neuen Buch „Schmitz’ Mama – Andere haben Probleme, ich hab’ Familie“.


Der durch Fernsehshows wie „Schmitz komm raus!“ bekannt gewordene und mit dem Deutschen Comedy Preis 2003 ausgezeichnete Ralf Schmitz gastierte in Menden. Vor ausverkauftem Haus grub der quirlige Comedian tief in der eigenen Familienkiste und präsentierte allerhand skurrile Geschichten. Beginnend mit einem humorvollen Blick auf die Hysterie vor seiner eigenen Geburt, machte es sich der Leverkusener im familieneigenen Ohrensessel auf der Bühne bequem. Dazu ein paar Schlucke Tee aus dem von Mama Schmitz geschenkten Teeservice und auf ging es in die Familienchronik.

Mit Witz und Charme ließ der rasante Entertainer noch einmal seine chaotische Einschulung Revue passieren, die Begegnung mit der ersten Schulfreundin und das Zusammentreffen mit der sympathischen Schuldirektorin.

Zusammen mit den zahlreichen Besuchern ging er außerdem der Frage nach, warum der eigene Sohn von der Mutter auf sämtlichen Kinderfotos mit einem unübersehbaren Kreuz gekennzeichnet wurde. Den handfesten Beweis brachte der Komiker mit einer kleinen Diashow auf der Bühne. Und fand schließlich doch keine Erklärung für das Phänomen Mama.

Problem mit der Technik

Ein weiteres Kapitel im Schmitzschen Familienalbum: „Mama bekommt ein Handy“. Während das begeisterte Publikum die ersten Tippversuche der Mutter auf der Leinwand bestaunen durfte, nahm Ralf Schmitz deren Probleme im Umgang mit neuen technischen Geräten auf die Schippe. Dazu auch der vielsagende Satz der Mama: „Ralf, ich habe das Internet gelöscht“, der in gewohnt witziger Art und Weise vom Sohn selbst auf der Bühne bei sanftem Kerzenschein kommentiert wurde. Bis hin zu an den Nerven zerrenden Weihnachtsabenden, an denen die Mutter mit breitem Grinsen ihre Scampis in die Suppe des Sohnes exportiert, feuerte Ralf Schmitz eine Pointe nach der anderen ab.

Die mäßig großen Kochkünste der Mama Schmitz untermalte er mit einer besonderen Idee: Für einige Zuschauer gab es eine Kostprobe der eigens vom Comedian nachgebackenen Kekse seiner Mutter. Katzenähnliche Form, betonähnliche Konsistenz. Um nicht in den Genuss solcher Leckereien à la Mama kommen zu müssen, hatte Ralf Schmitz noch einige Tricks auf Lager: Die Bratwurst in den Kerzenständer, das Kartoffelpüree unter die Tischdecke, das Sauerkraut an den Weihnachtsbaum oder die platt gedrückte Frikadelle als Glasuntersetzer. Für seine mehr als unterhaltsame Leseshow erntete der Comedian donnernden Applaus. Und letztendlich verriet er: Auch die eigene Mutter konnte drüber lachen.

Janna Hüttebräucker


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