Lückenschluss im Radwegnetz
23.05.2011 | 18:45 Uhr 2011-05-23T18:45:00+0200
Menden/Fröndenberg/Balve.Wie könnte die Zukunft einer fahrradfreundlicheren Stadt Menden aussehen? Ein Bündnis von mehreren Partnern zeigt nach dem Ruhrtal-Radwegfest Möglichkeiten auf.
Die Kurzform für den heimischen Raum: Drei Flüsse, drei Täler, drei Bahnlinien, drei Radrouten, drei charakteristische Landschaften. „Das wäre das Profil“, so Ingrid Ketzscher, Sprecherin der heimischen Bündnisgrünen. Gemeinsam mit dem Verkehrsclub Deutschland (VCD), dem Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) und dem Bürgerverein Oesetalbahn soll die Vision Wirklichkeit werden.
Zusätzlich zum vorhandenen Ruhrtal-Radweg und dem alsbald Wirklichkeit werdenden Hönnetal-Radweg könnte der Oesetal-Radweg entstehen.
Grundidee: „Das Bahn-Rad-Netz wird nicht nur die drei Flusstäler Ruhrtal, Hönnetal und Oesetal erschließen, sondern auch die Städte Fröndenberg, Menden, Hemer, Balve und Neuenrade in besonderer Weise verbinden.“ Die Projektpartner schwärmen bereits: „Natur, Kultur, Geschichte und Moderne, Landschaft und Industrie der Region könnten in besonderer Weise erfahrbar werden.“
Nicht nur für Ingrid Ketzscher hängt vieles davon ab, wie es um die Zukunft einer Bahnstrecke Menden – Hemer bestellt sein wird. „Gerade die Landsgartenschau hat ja deutlich gezeigt, wie sehr dieser Abschnitt bei tatsächlichen Angeboten genutzt wurde. Der Bedarf ist offenkundig da. Politisch hat ja vielfach auch ein Umdenken begonnen.“
Was beim Ruhrtal-Radweg längst bestens in der Praxis funktioniert, soll auch im Bereich Hönne- und Oesetal selbstverständlich werden. Der Zug dient als Vehikel, damit die Fahrradtouristen bequem die wünschenswerten Streckenabschnitte erreichen können.
Bahn als Bindeglied
Ingrid Ketzscher: „Die drei Bahnstrecken sind das geschichtliche und aktuelle Bindeglied des gesamten Projektes. Eine Hauptstrecke im Ruhrtal, eine Nebenstrecke im Hönnetal und eine reaktivierte Nebenstrecke im Oesetal würden zum Entdecken unserer Region einladen.“ Langfristig könne überdies eine Vernetzung bis zur Lenne-Route in Werdohl angestrebt werden.
Alles Utopie? „Die finanziellen Töpfe für Bundesstraßen begleitende Radwege sind derzeit noch gut gefüllt“, heißt es mit Blick auf einen Oesetal-Radweg, für den eines aus Sicht der Initiatoren auf keinen Fall passieren soll: Er darf auf keinen Fall auf der jetzigen Bahntrasse liegen. „Dann wären unwiederbringlich viele Chancen dahin.“
„Im Land NRW“, so Ingrid Ketzscher, „wird im Herbst ein neuer Nahverkehrswegeplan aufgestellt.“ Vieles wird dann davon abhängen, welche Signale aus den jeweiligen Städten kommen.
17:52
@16 unten ist menden bereits angekommen herzlichen glückwunsch ihr schlaumeier
21:42
Offenbar bemerkt hier niemand, dass ein Teil der Beiträge sich um Argumente bemüht, eine gewachsene Infrastruktur zu erhalten. Das soll auch zum Nutzen derjenigen sein, die sich dagegen wehren wie Todkranke gegen die rettende Spritze, weil sie den Pieks fürchten.
Das Gekeife gegen die Bahn offenbart einen Mangel an Realitätsbewusstsein, den ich selbst den Leuten im fernen Sauerland nie zugetraut hätte.
Woher stammt denn der Optimismus in der Bevölkerungsentwicklung? Glaubt denn die Stadt Hemer, dass der demographische Wandel sie verschont?
Gerade Hemer wird die ganze Härte dieser Entwicklung spüren, und das genau deswegen, weil die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr nicht nur schlecht ist, sondern sogar noch verschlechtert werden soll.
Wenn dann noch die Nachnutzung des LGS-Geländes in sich zusammenbricht, wird es für Hemer nur noch einen Weg geben: nach unten.
18:31
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18:20
Mir als Hemeraner sind solche Äußerungen von wegen gallisches Dorf total peinlich, hemer30. Solche einfältigen Bemerkungen sollten sie nicht so aussehen lassen, als sprächen Hemeraner das aus.
Ansonsten kann ich #12 zustimmen, man muss nur irgendwo anfangen. Und für unsere Region ist der im Artikel gemachte Vorschlag eine Möglichkeit.
06:50
@11 träumt weiter hemer braucht die bahn nicht
00:13
Auch ich halte einen regelmäßigen Betrieb der Oesebahn für nicht wirtschaftlich, lasse mich aber gerne eines Besseren belehren.
Ich bin für eine Neuverteilung von Subventionen und Steuerausgaben in den Verkehrsministerien. So sollte deutlich weniger Geld in den Aus- und Neubau von Straßen fließen. Denn dadurch wird man der Situation des drohenden Verkehrskollaps, wenn überhaupt, nur kurzfristig Herr der Lage.
Vielmehr sollte das dort eingesparte Geld in den ÖPNV und in die Fahrradinfrastruktur gehen. Nur wenn es wirkliche Alternativen zum individuellen Kraftverkehr gibt, wechseln die Leute vom Auto zur Bahn.
Und mit diesem Hintergrund könnte ich damit leben, wenn die Bahngleise noch nicht entfernt werden. Allerdings müssen im Gegenzug die Radwege deutlich besser ausgebaut und gesichert werden. Damit meine ich jetzt nicht, dass wir Radfahrer noch weiter von den topographisch günstigen Straßen verbannt werden. Sondern der Alltagsradler, der einfach zügig und möglichst direkt von Punkt A zu Punkt B will, muss unterstützt werden. Von mir aus auch direkt neben den Bahngleisen, auf denen eh kaum ein Zug fahren wird...
00:08
@#10
Hochmut und Euphorie kommen bekanntlich vor dem Fall. Deswegen, liebe Hemeraner, seid mal bitte nicht ganz so überheblich!
Arbeiten wir doch lieber zusammen und nutzen die Schienen für eine zukunfsträchtige Bahnverbindung zwischen dem Nord-MK und Dortmund und bauen einen Radweg anderswo im Oesetal. Denn Schienen sind leistungsfähiger als Radwege und nützen dennoch auch den Radlern. Nicht umsonst sind die erfolgreichsten Radwege in D solche, die mit einer guten Bahnverbindung verknüpft sind.
#6 hoennetal:
Nur die ersten Hemer-Dortmund-Pendel im letzten Jahr waren kostenlos.
Die Fahrten an Pfingsten hatten normale Fahrpreise.
Die Fahrten im Herbst waren im Prinzip frei, aber es wurde um Spenden gebeten, die auch reichlich gegeben wurden.
Die meisten Fahrgäste wünschten sich einen eigenen Bahnanschluss Hemers und gaben entsprechende Unterschriften.
22:31
#9 Hemer ist gerne das gallische Dorf, denn die haben Verstand und Witz und es so viel weiter gebracht als Menden. Danke, Ruhrik aus Menden, für das Lob in Richtung Hemer. Ach ja, ein wenig Zaubertrank könnte auch Dir helfen, Deine depressive Stimmung vergessen zu machen. Hemer ist die einzige Stadt im MK, die einen Bevölkerungszuwachs in den nächsten Jahren haben wird, so steht es in der Bertelsmann-Stiftung-Postille zu lesen. Da hoffen wir nur, dass Ruhrik nicht nach Hemer kommen wird, denn auf solche Kleingeister können wir locker verzichten. Wetten, dass die Bahngleise abgebaut werden? Wetten, dass ein Fahrradweg dort entstehen wird? Die Hemeraner sind einfach besser!
21:30
#2 Die Passage um Hemer außerhalb der Ortschaft ist überhaupt kein Problem. Es gibt eine Reihe von neuen Radwegen.
Übrigens hat auch die Leitung des Kalkwerks signalisiert, dass eine Trassenführung auf ihrem Gelände möglich ist.
Für die Weiterführung gibt es eine Vielzahl von Best-Practice-Beispielen aus ganz Mitteleuropa. Da es sich um eine Bundesstraße handelt, gibt es auch reichlich Zuschüsse.
Auch die Ortsmitte von Lendringsen wird sich entspannen. Immerhin arbeiten Verwaltung und Fachverbände wie der ADFC an einem Radverkehrsplan. In Hemer dagegen hat man durch Ignoranz die Räder mehr oder weniger aus der Planung und aus der Stadt herausgedrängt.
Die Bahn wird sich rentieren, sonst würde die Landesregierung nicht an die Trassensicherung denken. Landesweit wäre es ohnehin nur eine von vier oder fünf alten Strecken, die zur Reaktivierung anstehen. Alleine im Raum Aachen gibt es drei davon. Die Fachleute, die das alles betreiben, sind doch nicht allesamt beschränkt.
Allerdings gibt es an keiner der übrigen Bahnstrecken irgendwelchen Widerstand. Lediglich Hemer, im Größenwahn nach der LGS und vor dem Absturz, benimmt sich wie das berühmte gallische Dorf.
21:27
Achja... Aktuell glaube noch 5% der Bürger das eine Wahl Einfluss hat.
Von daher sollte man auf den MEnschenverstand hören und nicht auf politische Farben.
Fakt ist: Radfahren ist ein Wachstumsmarkt. Und mit steigenden Spritpreisen wird es interessanter. Die alten Menschen mit E-Bike mobiler... NUr Menden hat das noch nicht begriffen.
Und die Landesregierung lässt schon lange keine Entwidmungen mehr zu. Und da hier das letzte Wort bei den Bezirksregierungen und dem LAnd liegt ist sogar der Eigentümer egal.
In anderen Landesteilen werden schon wieder Strecken aufgebaut.