Letzte Ruhe unter Limberg-Bäumen

Menden..  Bestattungen unter Bäumen auf dem städtischen Waldfriedhof Limberg sollen in Kürze möglich sein: Während die Zugangsfläche zum ersten Bestattungsbaum bereits hergerichtet wird, befasst sich der Ausschuss für Öffentliche Sicherheit und Ordnung am Mittwoch, 25. Februar, noch mit den detaillierten Regelungen. Die endgültige Entscheidung trifft danach der Stadtrat.

Wie berichtet, wurden neun Bäume gekennzeichnet, die im Umkreis von fünf Metern bis zu zwölf Urnengrabstätten zulassen. An jeder Grabstätte dürfen bis zu vier Urnen beigesetzt werden.

Die Satzung der Friedhofsgebühren müsse zunächst nicht geändert werden, erklärt die Verwaltung. Denn eine Ruhestätte am Baum solle ebensoviel kosten wie andere Urnengräber. Je Wahlgrab und Grabstelle wären das derzeit 621 Euro, für die Reihengrabstätten 722. Die Gebühr für die Arbeiten der Friedhofsgärtner zur Beisetzung der Urne soll 185 Euro betragen. Allerdings soll es in den nächsten Monaten eine Überprüfung aller festgelegten Friedhofsgebühren geben. Deren Neukalkulation sei danach möglich.

Zu den Zusatzregelungen: Urnen und Überurnen (Schmuckurnen) müssen demnach bei Baumbestattungen aus leicht verrottbaren, umweltfreundlichen Werkstoffen hergestellt sein.

Auf dem Waldfriedhof Limberg wird eine Fläche für Baumbestattungen ausgewiesen. Die Bestattungsbäume werden vom Friedhofspersonal festgelegt.

Die Nutzungsberechtigten können an einer Tafel am Bestattungsbaum ein Messingschild im Maß von 15 mal 6 Zentimetern mit den persönlichen Daten des Verstorbenen vom Friedhofspersonal anbringen lassen.

Und: Die Grabstätten um die Bäume sollen völlig naturbelassen bleiben; Grabschmuck ist nicht gestattet.