Lendringsen soll gemütlicher werden

Stadtspaziergang durch Lendringsen mit dem Bürgermeister Volker Fleige. Die Führung macht Bernd Neuhaus von "Aktiv für Lendringsen".
Stadtspaziergang durch Lendringsen mit dem Bürgermeister Volker Fleige. Die Führung macht Bernd Neuhaus von "Aktiv für Lendringsen".
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Verbesserungsmöglichkeiten gibt es in Lendringsen viele. Eine Liste der größten fünf Probleme haben die Mitglieder des Vereins „Aktiv für Lendringsen“ zusammengestellt. Bei einem Spaziergang mit dem Bürgermeister wurden ihm diese Punkte vorgeführt.

Lendringsen..  Zum dritten Stadtspaziergang – nach Bösperde und Platte Heide diesmal in Lendringsen – fanden sich gut 25 Teilnehmer ein, trotz der hohen Temperaturen.

Auf dem Wegplan standen fünf Punkte in dem Ortsteil, die besonders viel Aufmerksamkeit bräuchten: „Probleme gibt es genug in Lendringsen. Die können wir gar nicht alle bewältigen“, sagte Bernd Neuhaus von „Aktiv für Lendringsen“ in seiner Einleitung des Stadtspaziergangs.

Unendliche Betonweiten

Problempunkt Nummer eins, der Weg zwischen der Mendener Bank und der Kirche St. Josef ist für ältere Bewohner schwer zu bewältigen. Das liegt an der hohen Anzahl an Treppenstufen sowie an den zu steilen Rampen, für die man einige Kraft aufwenden muss, um sie zu bewältigen.

Besonders am Herzen lag auch die Neugestaltung des Lendringser Platzes. Das großflächige Areal besticht momentan vor allem durch eines: nackten Beton.

Für eine Neugestaltung des Steinkollosses gebe es einige Ideen, sagte Ortsteilführer Neuhaus: „Ein paar Spielgeräte und ein bisschen Grün, könnten den Platz verschönern.“ Bürgermeister Volker Fleige war skeptisch: „Der Platz ist zu groß für den Ortsteil, um ihn gemütlich zu gestalten“, gab er zu bedenken.

Getränke aus dem Kofferraum

Auch Station Nummer drei animierte niemandem zum Jubeln. Petra Homberg, Vorsitzende von „Aktiv für Lendringsen“, fand drastische Worte: „Das Falkenheim ist einer der größten Schandflecke in Lendringsen. Da sind Jugendliche schon mehrfach eingestiegen.“ Fleige kommentierte: „Da hilft nur zumauern.“

Das Falkenheim ist keine Schönheit: Mit Graffitis besprüht, dem Verfall ausgesetzt. Der Eigentümer, eine karitative Einrichtung in Hagen, wurde bereits zweimal angeschrieben: „Eine Antwort haben wir nicht bekommen“, so Fleige.

Wegpunkt Nummer vier wies ein anfängliches Problem auf. Der Verbindungsweg mit den steilen Treppen und halsbrecherischen Rampen zwischen der idyllisch grünen Bieberpromenade und der Ächterholzstraße sei „schließungswürdig“, befand Neuhaus.

Zum Schluss ging’s ins Naturbad. Seit Jahren liegt es im Dornröschenschlaf, dabei bietet es viel Potenzial. Drei Vereine wollen es nutzen. Den Ideen für die Weiternutzung seien keine Grenzen gesetzt, wichtig war dem Bürgermeister aber eines: „Eine Nutzung für alle Bürger soll möglich sein.“

Zuletzt bewahrten alle einen kühlen Kopf bei den Gesprächen, was auch an Petra Homberg gelegen haben könnte. Denn an diesem heißen Tag fuhr sie mit ihrem Auto von Station zu Station und versorgte aus ihrem Kofferraum alle Teilnehmer mit kalten Getränken.