Lebensmittelsammler haben jetzt einen Stern auf der Haube

Wilhelm Halekotte und Marita Hill (links) bedanken sich für den neuen Lieferwagen bei Heinrich Rosier, Raffaele Cicerone und Ulrich Hackl. Rechts: die Fahrer Manuela Müller und Günter Eckhardt, die den Wagen zur ersten Tour abholten.
Wilhelm Halekotte und Marita Hill (links) bedanken sich für den neuen Lieferwagen bei Heinrich Rosier, Raffaele Cicerone und Ulrich Hackl. Rechts: die Fahrer Manuela Müller und Günter Eckhardt, die den Wagen zur ersten Tour abholten.
Foto: WP

Menden..  Der DeCent-Laden hat einen neuen Lieferwagen. Dank der Unterstützung der Mendener Bank und des Autohauses Rosier holt das Team die Lebensmittelspenden jetzt mit einem neuen Mercedes Citan ab. Heinrich Rosier und Raffaele Cicerone vom Autohaus sowie Ulrich Hackl, Vorstand der Mendener Bank, übergaben das Fahrzeug gestern an die Geschäftsführerin des SKM, Marita Hill. Der Sozialdienst SKM betreibt den DeCent-Laden im Sozialmarkt Arche.

Bisher diente ein VW Caddy als Lieferwagen. Er war täglich im Einsatz, um die Lebensmittelspenden von Supermärkten, Bäckereien und Lebensmittelhändlern zum DeCent-Laden zu transportieren.

Viele Reparaturen deuteten bereits auf nahendes Ende hin – ein Unfall Ende 2014 machte ihm dann abrupt den Garaus. Während der Wartezeit auf den neuen Wagen stellte das Autohaus Rosier dem SKM schon einen kostenlosen Leihwagen zur Verfügung. Marita Hill und Wilhelm Halekotte vom SKM bedankten sich herzlich und voller Erleichterung für die Hilfe der beiden heimischen Unternehmen. Vor allem im Namen der Kunden, deren Zahl in den vergangenen Jahren stetig gewachsen ist. „Als ich 2009 beim SKM anfing, kamen täglich 30 Familien“, erinnert sich Marita Hill. Seither habe sich die Zahl verdoppelt. „Aktuell kaufen wöchentlich 180 Familien hier ein.“

Helfende Hände sind willkommen

Auf der anderen Seite schwanke die Menge der gespendeten Lebensmittel stark. Viele Lebensmittelhändler und Supermärkte haben ihre Warenlogistik so organisiert, dass immer weniger Lebensmittel übrig bleiben. „Das ist ökologisch gut“, sagt Marita Hill, „aber für unsere Kunden ist das nicht so rosig.“ Nach Angaben des SKM werden täglich rund 25 Prozent der Lebensmittel, die für den deutschen Markt produziert werden, vernichtet, weil sie in den Geschäften nicht mehr verkauft werden können, obwohl sie noch verwertbar sind.

Im DeCent-Laden (Hofeskamp - Ecke Körnerstraße) werden immer helfende Hände benötigt. Wer sich für eine Mitarbeit interessiert, kann sich mit Wilhelm Halekotte, stellvertretender Geschäftsführer des SKM, unter 92 87 11 in Verbindung setzen.