Kuriose Einsätze für Polizei und Feuerwehr in Menden

Das Auto aus Wuppertal behinderte Busse am Südwall.
Das Auto aus Wuppertal behinderte Busse am Südwall.
Foto: WP

Menden..  Hupende Autofahrer und Stillstand bei drei Linienbussen. Ein Falschparker legte am Ostersonntag den Verkehr in der Innenstadt lahm. Dank der zeitgleichen Sperrung des Ostwalls ging eine halbe Stunde lang trotz des eher verkehrsarmen Feiertags im Gebiet zwischen Battenfeld und Walram-Gymnasium gar nichts mehr. Es war nicht der einzige kuriose Zwischenfall am Osterwochenende.

Der Feiertagsausflügler hatte sein Auto mit Wuppertaler Kennzeichen dermaßen ungünstig in der Engstelle am Südwall abgestellt, dass der Fahrer der Linie 24 Richtung Platte Heide Schule nach langem Rangieren aufgeben musste. Binnen weniger Minuten stauten sich ab 15.10 Uhr drei Busse. Den Fahrern der Linien 24, 22 und 21 blieb nichts anderes übrig, als Polizei und Abschleppunternehmen zu alarmieren.

Halter mit Namen abgeglichen

Die Beamten bemühten sich telefonisch darum, den Halter ausfindig zu machen, und versuchten sogar, dessen Nachnamen mit Innenstadtbewohnern selben Namens abzugleichen, um den möglichen Aufenthaltsort des Wuppertalers herauszufinden. Mittlerweile staute sich der Verkehr, der wegen der Sperrung des Ostwalls über den Südwall geleitet wird, bis zur Polizeiwache.

Gegen 15.39 Uhr tauchte dann am Sonntagnachmittag auch seelenruhig das Ehepaar auf, das sein Auto auf dem Südwall abgestellt hatte. Während die Anwohner die Abwechslung zwischen Kaffee und Ostertorte bestaunten, erwartet den Autofahrer ein Verwarngeld wegen Falschparkens mit Behinderung. Die exakte Höhe berechnet die Bußgeldstelle noch.

Keine böse Absicht steckte dahinter, als Anwohner am Samstagabend „verdächtigen“ Rauch bei der Feuerwehr meldeten. Als die Mendener Wache mit dem Löschzug in Richtung des vermuteten Brandortes Am Stemberg in Bösperde unterwegs war, zeichnete sich tatsächlich eine übermäßig große Rauchsäule ab. Vor Ort entpuppte sich der befürchtete Bauernhofbrand aber nur als Osterfeuer des Landwirts, der das Abbrennen ordnungsgemäß angemeldet hatte.

Land unter dagegen am Hexenteich. Dort hatte erneut eine Pumpe versagt und das Wasser weit über die Ufer treten lassen. Der Weg ist überflutet, Bänke nicht erreichbar. Enttäuschte Spaziergänger kehrten wieder um und verlegten den Osterspaziergang in trockenere Gebiete. Wann das Hochwasser-Problem gelöst wird, ist noch unklar.

„Sturmtief Niklas sorgt auch nach seinem Abzug weiterhin für Arbeit“, meldete die Feuerwehr am Samstagvormittag. Die Einsatzkräfte rückten nach Lendringsen in den Bie­berwinkel aus. Ein Baum, der sich bedrohlich über die Fahrbahn neigte, musste gefällt werden. Weiterhin gilt: Vorsicht im Wald!

Idylle dann an anderer Stelle: Mit der Osterkerze zündeten Pastor Cordes und Brudermeister Martin Kinz das Osterfeuer auf dem Vorplatz der Schützenhalle St. Hubertus-Nord an. Zuvor hatten 60 Kinder bei einer Osterrallye nach versteckten Eiern und Schokoladenhasen gesucht. Die Jungschützen hatten zudem Stockbrot für die Mädchen und Jungen vorbereitet. 300 Vereinsmitglieder und Anwohner vergnügten sich am Sonntag an den lodernden Flammen. Die weiteste Anreise hatte eine ehemalige Hofstaat-Dame: Sie kam aus ihrem neuen Wohnort in der Schweiz.