Kunst-Ausstellung in leerstehenden Häusern
28.07.2011 | 14:49 Uhr 2011-07-28T14:49:00+0200
Menden. Mit einem neuen Ausstellungskonzept präsentieren sich jetzt in Menden drei Künstler. Unter dem Titel „Art Occupee: Galerie im Leerstand“ zeigen Thomas Autering, Peter Michael Hasse und Sonja Heller ihre Arbeiten in leerstehenden Wohnungen und Häusern.
„Wir waren auf der Suche nach Alternativen zu bestehenden Ausstellungsmöglichkeiten. Dabei gibt es in jeder Stadt ständig freie Fläche, nämlich in Form leerstehender Wohnungen“, so Sonja Heller. „Wir besetzen sozusagen leerstehende Wohnungen - mit Kunst“, so Peter Michael Hasse. Art Occupee wolle die Atmosphäre verlassener Räume nutzen, um sie kurzzeitig mit Leben zu füllen.
Zukünftig ist die Kooperation mit einem Mendener Immobilienbüro angestrebt, die erste Ausstellung unter diesem Konzept findet jedoch in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Vedder und Berndes am Südwall statt.
Architekt Anselm Vedder stellt ein leerstehendes Haus zur Verfügung, dessen desolater Charme der Hintergrund für Malerei, Fotografie, Objektkunst und Zeichnung werden soll. „Die Galerie im Leerraum ist auch ein künstlerisches Forschungsprojekt, denn es ist immer noch etwas vom Vormieter, seiner Persönlichkeit und seinem Leben vorhanden“ erläutert Sonja Heller. „Und es wird nichts verändert - wir hängen direkt auf die 70er-Jahre-Tapete und neben die rosa Fliesen im Badezimmer“ ergänzt Peter Michael Hasse.
Das Projekt soll sich zu einer Ausstellungsreihe mit wechselnder künstlerischer Besetzung entwickeln, Start wird am 7. August in der Vinzenzstraße 15 sein. Von 13 bis 17 Uhr sind über zwei Etagen Werke der Künstler zu sehen, die dabei gerne durch die Räume des alten Hauses führen. Weitere Termine sind der 14., 21. und 28. August.
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