Krankenhaus schließt schon nächste Woche

Eingangsbereich des Marienkrankenhauses Wickede Wimbern.
Eingangsbereich des Marienkrankenhauses Wickede Wimbern.
Foto: WP

Menden/Wimbern.. Die Schließung des St.-Marienkrankenhauses in Wimbern wird vorgezogen – von Ende Dezember auf Freitag, 16. Dezember. Die Patientenversorgung läuft aber bis zum letzten Betriebstag, heißt es seitens des Katholischen Hospitalverbundes Hellweg. „Kein Patient wird nach Hause geschickt“, erklärt Unternehmenssprecherin Karin Riedel.

Untersuchungen und akute oder geplante Eingriffe werden also weiterhin in Wimbern durchgeführt. Das gilt Karin Riedel zufolge für die Chirurgie wie für die Internistische Abteilung mit ihren kardiologischen, gastroenterologischen und neurologischen Zweigen. Lediglich aufwändige Eingriffe wie jene an der Wirbelsäule finden nicht mehr statt. Soweit Patienten über den 16. Dezember hinaus stationär behandelt werden müssen, werde das Krankenhaus mit den Betroffenen eine Verlegung in ein anderes Krankenhaus abstimmen.

Der 16. Dezember gilt derzeit als „definitiv letzter Tag“. Allerdings wird der Krankenhausbetrieb nicht abrupt von einem Tag auf den anderen beendet, sondern bereits jetzt schrittweise zurückgefahren. „Wir beobachten von Tag zu Tag, wie viele Patienten noch da sind und wie lange es sich lohnt, eine Station offen zu halten“, sagt Karin Riedel. Die Ausstattung wird teilweise bereits abgebaut und falls sinnvoll in die anderen Häuser des Verbundes in Soest, Unna und Werl verlagert. Das gilt insbesondere auch für die Patientenakten, auf die der Hospitalverbund weiter Zugriff behalten muss.

Das Krankenhaus hat jahrelang Defizite eingefahren. Ein Verkauf an einen anderen Träger scheiterte. Die 223 Mitarbeiter wurden mittlerweile fristgemäß gekündigt, für sie gibt es einen Sozialplan.