Konzert bereitet viel Freude

Menden..  Andreas Busemann bereitet sich schon in einem Nebenraum auf sein Trompetensolo „Rustiques“ von Bozza vor, während sich die Aula des Walram-Gymnasiums am Sonntagnachmittag zum Jahreskonzert der Mendener Musikschule füllt. Schüler des Institutes sollen gemeinsam mit ihren Musiklehrern auftreten. Eltern und Geschwister sind zahlreich gekommen, mancher Stuhl ist mit zwei Kindern sogar doppelt besetzt.

„Im nächsten Jahr nehmen wir besser den Saal der Wilhelmshöhe“, kommentierte Holger Buse­mann die hohe Besucherzahl bei der Begrüßung der Gäste. Seit drei Jahren leitet er die Mendener Musikschule. Im Publikum saß am Sonntag auch Birgit Gruner. Ihre Tochter Sarah ist im ersten Schuljahr und in der Jeki-Gruppe der Grundschule Bösperde. „Jedem Kind ein Instrument“ ist das Motto dieses Programms, das in Kooperation mit der Musikschule stattfindet. Sarah tritt mit 17 weiteren Kindern auf und sang beim Begrüßungslied mit: „Was sagt die Katze wohl zum Floh – Hallo, Hallo, Hallo!“

Das Akkordeonensemble spielte „Biene Maja“ von Karel Svoboda. Man fühlte sich in die Kindheit zurückversetzt, als die gelb-schwarze Biene noch regelmäßig durch den Fernseher brummte. Es folgte ein Cowboylied, das nach einem echten Rag klang. Julius Klein spielte es zusammen mit seiner Lehrerin Anna Polomoshnykh vierhändig auf dem Piano. Nach Beiträgen auf Harfe, Klarinette, und Querflöte folgte die gekonnt auf dem Altsaxophon von Merit Litterst vorgetragene „Petit Ouverture“ von Paul Dessau. Auch eine Uraufführung bot das Programm: Das Geigen-Vororchester „Lucky Strings“ besteht aus neun Kindern, die erst seit September miteinander proben. Die verschiedenen Blues klingen bereits gekonnt, und man spürt das Potenzial, das in diesem Kinderorchester steckt.

Preisträger geehrt

Laura Krabbenhöft und Gina Friedrichs traten beide mit ihrer Lehrerin Kirsten Schertl auf. Fröhlich, leicht und mit viel Charme trugen sie zwei Stücke von Wolfgang Amadeus Mozart vor. Fantastisch und außergewöhnlich war der Vortrag des Blockflötenensembles. Rhythmisch gesprochen und – obwohl ohne Flöten – doch fast melodisch, war „Die Fuge aus der Geographie“ von Ernst Toch. Auch der „Tango für Elise“ von Paul Leenhouts begeisterte.

Im Rahmen des Jahreskonzertes wurden auch die Mendener Preisträger des Wettbewerbes „Jugend musiziert“ geehrt. Jeder Preisträger erhielt als Anerkennung einen „kleinen Umschlag“. Großen Beifall erntete die Workshop-Gruppe für Musical-Gesang für die Abba-Titel „Mama Mia“ und „Dancing Queen“. Tanzend und singend eroberten die Kinder die Herzen des Publikums.

Viel Beifall als Lohn

„Wir wollen mit dieser Veranstaltung die Ergebnisse unserer Arbeit vorstellen, Entwicklungen aufzeigen und natürlich Freude bereiten“, erklärte Holger Busemann. Freude gemacht hat das Konzert wirklich, denn alles war echt und authentisch. Musik, selbstgemacht und live – eine Wohltat für Herz und Seele. Dahinter steckte viel Ausdauer und viel Fleiß, der mit viel Beifall für alle Musiker belohnt wurde.