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Kölner Dreigestirn empfangen wie Popstars

24.01.2015 | 07:00 Uhr
Kölner Dreigestirn empfangen wie Popstars
Das Kölner Dreigestirn mit Mendener Prominenz auf dem Rathausbalokn: „Echte Fründe“.Foto: Martina Dinslage

Mendener. Hunderte Mendener bereiteten Freitagnachmittag ab 15 Uhr dem Kölner Dreigestirn einen begeisternden Empfang am Alten Rathausplatz. Dutzende Kameras waren auf die höchsten Repräsentanten des Kölner Karnevals und die Delegation des Festkomitees Kölner Karneval gerichtet. Holger I. (bürgerlicher Name Holger Kirsch), Jungfrau Alexandra (Sascha Prinz), und Bauer (Michael Müller) trugen sich im historischen Ratssaal in das Goldene Buch der Stadt ein.

Es spricht kaum etwas dafür, dass in absehbarer Zeit noch einmal ein Kölner Dreigestirn nach Menden kommen wird. Bei etwa 370 Auftritten in der Session dürfen Prinz, Bauer und Jungfrau nur über eine handvoll Terminorte selbst verfügen. Menden war für Prinz Holger Top-Wahl. Und weil für seinen Schwiegervater Hermann Josef Schulte dieser Besuch ebenfalls eine Herzensangelegenheit war, kam es zu dieser historischen Stunde für den Mendener Karneval.

Gruß vom Kölner OB Roters

Sogar Ehrenbürger Prof. Wildor Hollmann weilte in Menden, brachte eine Grußbotschaft des Kölner Oberbürgermeisters Jürgen Roters mit: „Köln und Menden sind sich heute ganz nahe gerückt.“ Was sein heimischer Bürgermeisterkollege Volker Fleige mit viel Augenzwinkern kommentierte: „Heute sind die Kölner eigentlich Kur-Mendener.“

Für Prof. Wildor Hollmann war es einer der extrem selten gewordenen öffentliche Auftritte in seiner Heimatstadt. Er war – wie zuvor das Dreigestirn – einige Stunden Ehrengast im Hause Schulte.

Die Mendener Karnevalsgesellschaft durfte überaus zufrieden sein. Moderator Gordon Bankenhagen war sogar angesichts der großen Besucherschar schier überwältigt. Und was manche in der Stadt beim Blick auf die Plakate des Dreigestirns längst formuliert hatten, sprach er gegenüber Prinz Holger aus: „Es gibt da bei uns rein äußerlich gewisse Ähnlichkeiten.“

Geschenke mitgebracht

Das Geschenk der hochrangigen Kölner Jecken für die MKG und vielen Mendener: Kölsch für alle vom Fass und jede Menge Kamelle. Die MKG schickte zum Dank ihrerseits ihre wirkungsstärkste karnevalistische Abordnung ins Rennen. Für den Auftritt des Senatorenchors unter der Leitung von Thomas Hagemann gab es Beifallsstürme.

Prinz Holger genoss das Treiben mit seiner Tochter auf dem Rathausbalkon. „Menden ist für uns immer so etwas wie ein schöner Kurzurlaub. Danke, Schwiegerpapa, dass Du uns den heutigen Tag ermöglicht hast.“ Da war bei dem mediengestählten Profi, der über Jahre ein knallhartes Auswahlverfahren für das Prinzenamt absolviert hat, jede Menge Emotion im Spiel.

Braun komplett unerwünscht

Zum jecken Treiben gehören immer auch politische Anspielungen. Prinz Holgers Botschaft, nicht nur für Menden, sondern das ganze Land: „Der Karneval muss kunterbunt sein, dann ist er für uns alle am schönsten. Aber gerade in diesen Tagen muss eine Farbe mehr denn je draußen bleiben – braun.“ Anhaltender Beifall brandet auf.

Nach dem öffentlichen Trubel in Menden absolvierte das Dreigestirn umgehend weitere Termine.

Heinz-Jürgen Czerwinski

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2015-01-24 07:00
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