Kirchenkreis trennt sich von der Oase in Stentrop

Stentrop..  Es ist, da sind sich alle Synodalen einig, eine echte Oase: das Tagungs- und Begegnungszentrum Oase Stentrop des Kirchenkreises. Doch die Belegungszahlen sind zu gering, die Zimmer und Räume nicht auf einem zeitgemäßen Standard. Jährlich hat der Kirchenkreis hier mit 50 000 Euro den Betrieb subventioniert.

Dies so weiterzuführen, sei unverantwortlich. Es müsse nun eine Perspektive für die Zukunft geben, bat Verwaltungsleiter Thomas Sauerwein um eine Entscheidung von den Synodalen. Diese sprachen sich nun mehrheitlich für eine Schließung des Hauses in zwei Jahren aus. Für eine Weiterführung und die Zustimmung zu den dafür notwendigen hohen Investitionen, mindestens eine halbe Million Euro, fand sich keine Mehrheit. Gerade unter dem Druck, den Gemeinden mit ihren eigenen Gebäuden hätten, sei eine Investition auf Ungewissheit nicht verantwortlich, so die deutliche Mehrheit der Stimmen der Synodalen.

Die Gruppen, die jetzt bereits gebucht haben, werden die Oase noch bis zum 31. Dezember 2016 besuchen können. Dann schließen sich die Türen des Tagungshauses. Für das Vater-Kind-Festival bedeutet dies, dass jetzt ein neuer Ort gesucht wird. „Das Festival wird es aber auch weiterhin geben“, so Männerpfarrer Dirk Heckmann.

Über den Sommer bleibt der Kirchenkreis ohne besetzte Superintendentenstelle. Der Vorsitzende des Nominierungsausschusses, Pfarrer Jochen Voigt, berichtete den Synodalen vom Stand im Bewerbungsverfahren: Es seien acht Bewerbungen eingegangen. Zurzeit würden Gespräche mit fünf Bewerberinnen und Bewerbern geführt.