Kindergeburtstag unter Wasser erleben

Kindergeburtstag mit Schnuppertauchen. Das war so recht nach Leon Gerstbergers Geschmack.
Kindergeburtstag mit Schnuppertauchen. Das war so recht nach Leon Gerstbergers Geschmack.
Foto: WP

Menden..  Leon Gerstberger ist im Februar elf Jahre alt geworden. Gefeiert hat er aber erst jetzt. Mit seinen Eltern, seiner kleinen Schwester Lara und zehn Kumpels ging es ins Mendener Hallenbad. Aber einfach nur planschen ist offensichtlich zu langweilig. Tauchlehrer Georg Schürkötter bot der Geburtstagsgesellschaft Schnuppertauchen für die Kinder an.

Mutter Silke hatte die Idee. Bei der Eröffnung des Glockenteichbachs war sie auf die Möglichkeit aufmerksam geworden. In den letzten Ferien war die Familie zudem Schnorcheln, da ist das Tauchen die logische nächste Stufe.

Samstagmittag können die Jungs es kaum noch erwarten. Georg Schürkötter und Marvin Gellenbeck sammeln aber zuerst die Einverständniserklärungen der Eltern ein. Alle Kinder müssen schwimmen können und gesund sein. Laut Auskunft der Eltern trifft das auf alle Kinder zu.

Wichtig ist nun noch, dass die Kinder einige Grundbegriffe des Tauchens erlernen: ruhiges Atmen, den Druck auf den Ohren ausgleichen. Weil man bekanntlich unter Wasser nicht sprechen kann, verständigen Taucher sich mittels Handzeichen. Daumen runter heißt Abtauchen, Daumen rauf Auftauchen, ein Kreis aus Daumen und Zeigefinger bedeutet ,alles okay’, leichtes Wedeln mit der flachen Hand heißt soviel wie ,mir geht es nicht so gut’.

Leon darf natürlich als Erster ins Wasser. Er schwimmt rücklings über die Weste, an der die Tauchflasche befestigt ist, so kann er sie leichter anlegen. Passende Schwimmflossen hat er schon an den Füßen. Das Mundstück erweist sich als ein bisschen schwierig, weil es den Elfjährigen ein bisschen Überwindung kostet. Als das passt, tauchen Leon und Marvin Gellenbeck langsam ab. Die beiden gleiten ganz dicht am Grund des Beckens die Bahn hinab und runter auf 3,50 Meter.

Handzeichen

Leon ist total cool bei der Sache, zeigt sofort an, wenn etwas nicht in Ordnung ist. Als sein Tauchgang vorbei ist, ist er zwar durchgefroren und möchte dringend ins warme Wasser, aber er strahlt über das ganze Gesicht. „Die Idee war richtig toll“, lobt Leon seine Mutter. Den Druck auf den Ohren hat er nicht sofort in den Griff bekommen, aber ansonsten ist er einfach nur glücklich.

Gut aufgepasst

Auch seine Freunde können es kaum erwarten, endlich in die Ausrüstung zu schlüpfen. Anton ist total überrascht, „weil das so entspannend ist“. Er ist so begeistert, dass er sich vorstellen kann, öfter zu tauchen. Kumpel Sören meint: „Tauchen ist wie fliegen“.

So angetan die Jungs auch sind, die kleine Lara ist trotz ihrer acht Jahre viel abgebrühter. Auch wenn die Weste fast genauso groß ist wie sie selbst, lässt Lara sich ordentlich festzurren. Maske und Atemgerät passen, also ab in den tiefen Teil des Beckens, Georg Schürkötter immer an ihrer Seite.

Georg Schürkötter ist stolz auf die Kinder. „Alle haben gut aufgepasst und waren sehr folgsame Taucher.“ So soll es sein. Für Leon Gerstberger wird diese Geburtstagsfeier unvergesslich sein.