Ketzscher: „Von Gängelung keine Spur“

Menden..  Für legitim halten die Mendener Grünen die Aktion der Jäger zum Stadtempfang (die WP berichtete). Ebenso legitim sei es aber, die grüne Position zu benennen, erklärt die Vize-Vorsitzende Ingrid Ketzscher. So sollten vom Aussterben bedrohte Tierarten und Tiere, die nicht verwertbar sind, vom Jagdrecht ausgenommen sein. In Naturschutzgebieten müsse sich die Jagd den Schutzzielen anpassen, und das Jagdrecht sei nach Tierschutzkriterien auszurichten.

Tatsächlicher Eingriff „eher gering“

Ketzscher widerspricht dem Vorwurf des Hegerings Menden, sie habe Jägern eine Schuld am Artenschwund gegeben. Mit der Novelle des Landesjagdgesetzes stehe NRW zudem keineswegs allein: Rheinland-Pfalz habe 2010, Hessen 2011 sein Jagdgesetz novelliert. „Sachsen folgte 2012, das Saarland 2014.“ Schleswig-Holstein habe 2014 bleifreie Munition vorgegeben und die Jagd- und Schonzeiten angepasst. „In Brandenburg und Baden-Württemberg befinden sich Gesetzesentwürfe im Verfahren.“

Der tatsächliche Eingriff in die Jagd durch das neue Gesetz sei als eher gering einzuschätzen. 98,5 Prozent der 1,2 Millionen Abschüsse aus dem letzten erfassten Jagdjahr dürften mit reformiertem Gesetz weiter erfolgen. Das habe der Naturschutzbund NABU berechnet. Daher verfange auch der Vorwurf der Bevormundung nicht. Ketzscher: „Von Gängelung keine Spur.“