Kettenschmiede startet in Saison

Fröndenberg..  Das Kettenschmiedemuseum startet am Ostersonntag mit einer Live-Schmiedeaktion in die neue Saison. Drei Schmiede werden die Stegkette mit den 40 Millimeter dicken Kettengliedern verlängern.

Der Förderverein hat einiges vor in diesem Jahr: So denken die Mitglieder darüber nach, erneut einen großen Schmiedetag zu veranstalten. Auch Kunstausstellungen und ein Adventsmarkt sind bei der jüngsten Dienstbesprechung diskutiert worden. „Wir haben viele Ideen“, sagt Norbert Muczka.

Stahltür soll Gebäude schützen

Am und im Gebäude gibt es kleine Veränderungen. Nach mehreren Einbrüchen hat der Verein jetzt die Eingangstür erneuert: Statt Holz soll Stahl die Kettenschmiede vor ungewollten Eindringlingen schützen. Aus einem alten Firmenbestand hat der Verein einen Federhammer bekommen: Mit diesem Gerät lässt sich auch gefalteter Stahl bearbeiten, eine Neuerung fürs Museum.

Und auch für die finanzielle Basis des Vereins ist gesorgt: „Bislang sind 43 Trauungen für das Jahr angemeldet, Anfang Juli wird die 555. Ehe bei uns geschlossen“, sagt Muczka stolz. Auch 20 Gruppen haben sich bereits für Sonderführungen angemeldet.

Die Sitzbänke sollen in der Saison tagsüber wieder nach draußen gebracht werden. Der Verein hatte sie abbauen müssen, weil sich dort immer wieder Unbekannte nachts trafen und Müll und Zerstörung hinterlassen hatten.

Norbert Muczka vom Förderverein Kulturzentrum sieht die Kettenschmiede selbstbewusst als wichtigen Wirtschaftsfaktor für die Stadt: „Wir sind nach wie vor wohl das stärkste und bekannteste touristische Anziehungselement unserer Stadt. Und das wollen wir bleiben, indem wir uns ständig weiter entwickeln und zum Beispiel durch neue Maschinen und Veranstaltungen auf uns aufmerksam machen“, sagt er. „Deshalb werden auch in dieser Saison sicherlich wieder 12 000 bis 15 000 Gäste in unser Museum kommen.“ Gleichwohl hofft der Verein auch auf neue, jüngere Mitglieder: „Denn die demographische Entwicklung hat auch uns erfasst“, so Muczka.