Keine Ernte: Förster sehnt die Eiszeit herbei

Menden..  Sturmtief „Gunter“ konnte Mendens Stadtförster Dirk Basse nicht erschüttern: „Die Schäden im Stadtwald halten sich in Grenzen“, sagte Basse auf Anfrage der WP. Es seien erneut die bekannten Aufrisse durch den Jahrhundert-Orkan Kyrill gewesen, wo auch bei schwächeren Stürmen Bäume umstürzen. „Diese Stellen kenne wir inzwischen in- und auswendig.“ Ein Baum stürzte bei Treberts Teich allerdings quer über den Waldweg. „Es gibt derzeit kein Betretungsverbot, aber bei Sturmwarnung sollte man den Wald wirklich meiden“, rät der Förster.

Zwischen 50 und 100 Bäume habe es diesmal erwischt, sagte Basse nach der ersten groben Schadensaufnahme. Das mache etwa 50 Festmeter Holz aus. Zum Vergleich: Pro Jahr werden im Stadtwald um die 3500 Festmeter eingeschlagen.

Vorausgesetzt, das Wetter lässt es zu. So gilt Basses Sorge weniger dem für Donnerstag bereits angekündigten nächsten Sturmtief Hermann als vielmehr den zu hohen Temperaturen: „Der matschige Boden lässt es im Moment nicht zu, das Holz mit Rückemaschinen aus dem Wald zu schaffen.“ Solch eine Maschine wiege zwischen 25 und 35 Tonnen – und hinterlässt entsprechende Spuren, wenn der Waldboden nicht gefroren ist. Basse: „Ich wünsche mir dafür mindestens eine Woche lang mindestens fünf Grad minus!“