Kaum Chancen auf Parkverbotszonen

Kein Einzelfall im Stadtgebiet: Auf der Dechant-Röper-Straße wird häufig dicht an dicht geparkt. Anwohner sind genervt, aber chancenlos, wenn SChulverkehr noch zu zusätzlichen Belstungen führt.
Kein Einzelfall im Stadtgebiet: Auf der Dechant-Röper-Straße wird häufig dicht an dicht geparkt. Anwohner sind genervt, aber chancenlos, wenn SChulverkehr noch zu zusätzlichen Belstungen führt.
Foto: WP

Menden..  Manchmal möchten Politik und Stadtverwaltung Bürgern wie Hans Hufnagel sogar gern helfen. Doch gesetzliche Bestimmungen lassen das kaum zu. Dabei ist der Anwohner der Dechant-Röper-Straße alles andere als ein Einzelfall und schon gar kein Querulant. Doch es ist fast unmöglich, eine Straße als Parkverbotszone auszuweisen, so dass dort einzig noch mit Anwohnerparkausweisen geparkt werden darf.

Für Hans Hufnagel ist es längst Alltag geworden. Nach eigenen Worten gelingt es ihm und Nachbarn an so manchem Tag partout nicht oder nur sehr schwer, die eigene Einfahrt mit dem Pkw zu verlassen. Immer wieder seien fremde Fahrzeuge im Weg. Und zu Schulzeiten, so Hans Hufnagel, werde die Problematik noch einmal drängender.

Mit seinem Bürgerantrag hätte Hans Hufnagel durchaus große Folgewirkung entfachen können. Denn vielen Mendenern ergeht es Tag für Tag so wie ihm. Insbesondere eher kleine und wenig breite Straßen im Stadtgebiet sind definitiv nicht darauf ausgelegt, größere Zahlen von parkenden Autos aufnehmen zu können. Nicht nur für Hans Hufnagel gerät das Gefüge spätestens dann vollends aus den Fugen, wenn noch Innenstadt-Einkäufer oder Lehrer und Schüler zusätzlich ihre Fahrzeuge abstellen wollen. In der Straßenverkehrsordnung heißt es jedoch:

„Die Anordnung von Bewohnerparkrechten ist nur dort zulässig, wo mangels privater Stellflächen und aufgrund eines erheblichen allgemeinen Parkdrucks die Bewohner des städtischen Quartiers regelmäßig keine ausreichende Möglichkeit haben, in ortsüblich fußläufig zumutbarer Entfernung von ihrer Wohnung einen Stellplatz für ihr Kraftfahrzeug zu finden.“ Entsprechend sah sich kurz vor der Sommerpause die heimische Politik auch nicht in der Lage, Bürgern eine Verbesserung der von ihnen als bedrückend empfundenen Situation in Aussicht stellen zu können.

Dass jedoch Hans Hufnagels abgelehnter Bürgerantrag nicht gleichzeitig das letzte Wort in der Sache sein muss, steht für den städtischen Verkehrsexperten Andreas Nolte außer Frage: „Wir werden auch weiterhin vor Ort präsent sein und die Lage auf der Dechant-Röper-Straße prüfen.“ Nolte lässt gegenüber der WP auch durchblicken, dass keinesfalls Wunderdinge zu erwarten seien.

Fachleute betonen es immer wieder: Auch beim Parken gilt häufig, was nicht minder in Tempo-30 km/Zonen so beklagt wird – die Schnellfahrer stammen vielfach aus den Reihen der Anwohner.