Karl Jansen scheidet aus SSB-Spitze aus

Was wir bereits wissen
Die Bundesversammlung des Sauerländer Schützenbundes am Samstag, 18. April (ab 15 Uhr in der Mehrzweckhalle Halingen) wird eine ganz besondere: Es ist die letzte unter der Leitung von Bundesoberst Karl Jansen.

Menden.. Das Schützen-Urgestein aus Bösperde wird nach sechs Jahren an der Spitze von 343 Vereinen mit insgesamt rund 170 000 Mitgliedern satzungsgemäß abgelöst – Jansen darf aus Altersgründen nicht nochmals antreten. „Das ist auch gut so, und ich hatte eine wunderbare Zeit“, schwärmt der Mann, für den das Schützenwesen „mein Leben“ ist, wie er mehrfach erklärte. Aktuell ist er bekanntlich auch Schützenkönig seines Heimatvereins Holzen-Bösperde-Landwehr 1857, dem er seit 1986 angehört.

Jansens Verdienste um die Belange der Sauerländer Schützen aufzuzählen, sprengt den Umfang eines Zeitungsartikels bei weitem. 1994 erstmals Schützenkönig bei HBL, übernahm er in den Folgejahren mehr und mehr Funktionärs-Aufgaben: Ab 1998 als stellvertretender Kreisoberst im Kreisschützenbund Iserlohn, dem er von 2001 bis 2010 als Kreisoberst vorstand und dessen Ehrenoberst er ist. 2003 wählten ihn die Schützen zum stellvertretenden Bundesoberst, 2009 erklomm er auch hier die Spitze.

Karl Jansen ist zudem ein waschechter Ritter, wurde er doch 2004 in den Orden vom Heiligen Sebastian in Europa aufgenommen – seit 2010 ist er Offizier. Sein jüngstes Amt: Den Vorsitz des Trägervereins zur Förderung des Schützenwesens in Menden hat Jansen seit 2011 inne.

Mit seiner Person sind neben all den Ämtern auch unzählige Geschichten verbunden – zuletzt die seines für alle überraschenden Königsschusses bei HBL, mit dem er das 20. Jubiläum seiner ersten Regentschaft krönen wollte. In seine Zeit als Bundesoberst fiel indes auch der bundesweit geführte Streit um den Schützenvogel, in dessen Verlauf man sogar bei Kanzlerin Angela Merkel vorstellig wurde. Immer mittendrin: Karl Jansen.

Er freue sich darauf, jetzt einige Termine weniger im Kalender zu haben, sagte der 67-Jährige gestern. Und dreimal darf man raten, wofür er die Freizeit nutzen wird: natürlich für sein Hobby.