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Kommunalwahlen

Kandidaten wider Willen wehren sich gegen NPD-Vorwürfe

04.08.2009 | 22:16 Uhr

Menden. Die Kandidatenliste der NPD für die Stadtratswahlen wirft weiter Fragezeichen auf. Nachdem Dominik Bodendorf und Sven Stölzel in der WP öffentlich gemacht hatten, dass sie gegen ihren Willen zu Kandidaten gemacht worden seien, hat sich nun noch ein weiter junger Mann gemeldet.

Auch er sagt, dass er unfreiwillig auf der Liste gelandet sei.

Die NPD weist erneut alle Vorwürfe zurück. Kreisvorsitzender Timo Pradel erklärte gestern, tatsächlich habe Dominik Bodendorf am Montag der Pfingstkirmes unterschrieben. Betrunken sei er aber nicht gewesen, das könne der NPD-Stadverbandssprecher Klemens Rumland bezeugen. Der 20-jährige Bodendorf weist das entschieden zurück: „Nein, das stimmt nicht. Dass ich total betrunken war, muss jeder gesehen haben.”

Dominik Bodendorf (links) und Sven Stölzel wehren sich gegen NPD-Kandidatur.Foto: Martina Dinslage

Pradel hat gestern auch erneut behauptet, dass Bodendorf am 7. Juli bei der NPD-Versammlung zur Aufstellung der Kandidaten dabei gewesen sei. Er habe sogar mit seiner Unterschrift in einer eidesstattlichen Versicherung den ordnungsgemäßen Verlauf der Sitzung bestätigt. Zeugen, so Pradel, müsse er dafür nicht angeben: „Die Benennung erübrigt sich, da die von Bodendorf unterschriebene Versicherung dem Wahlleiter der Stadt vorliegt.” Dominik Bodendorf bleibt aber standhaft: „Ich habe noch nie an einer NPD-Versammlung teilgenommen.”

Gestern hat er sich Kopien der Unterlagen geholt, die die NPD beim städtischen Wahlamt eingereicht hatte. Bodendorf erkennt hier zwar seine Unterschriften wieder, auch seine Adresse hat er handschriftlich eingetragen. Alle anderen Angaben haben aber eine andere Handschrift.

Vorwürfe erhebt der NPD-Kreisvorsitzende Pradel auch gegen Sven Stölzel. Dessen Zustimmungserklärung zur Ratskandidatur sei bereits am 25. April, also fünf Wochen vor der Pfingstkirmes, unterzeichnet worden. Stölzel bleibt aber standhaft: Er habe lediglich an jenem Pfingstmontag alkoholisiert eine Unterschrift gegen den Moscheebau geleistet. Das Datum 25. April kann er sich nicht erklären, sagt aber: „Das Datum hat nicht meine Handschrift.”

Mehr zum Thema:

Mendener landen ungewollt auf NPD-Wahlliste

Michael Koch

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Kommentare
29.08.2009
01:00
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von Matthias.Kiesel | #17

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28.08.2009
20:46
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von daniel.otto | #16

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21.08.2009
12:23
Kandidaten wider Willen wehren sich gegen NPD-Vorwürfe
von Matti78 | #15

@asgard:

Warum 2 kleine Versager? Weil sie nicht für die NPD antreten wollen? Oder weil sie gegen den Moscheebau unterschrieben haben?

14.08.2009
16:33
Kandidaten wider Willen wehren sich gegen NPD-Vorwürfe
von asgard | #14

2 kleine Versager...

10.08.2009
16:23
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von Matthias.Kiesel | #13

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10.08.2009
12:38
Kandidaten wider Willen wehren sich gegen NPD-Vorwürfe
von Wähler2009 | #12

Wer in Menden soll eine Gruppierung wählen, dessen Kandidaten sich bereits vor der Wahl von ihrer Kandidatur distanzieren ?

So macht man sich über den Mendener Rat lustig. Anderen Parteien wird fehlendes Engagement vorgeworfen, die eigenen Leute sind so betrunken, dass sie gar nicht mehr mitbekommen, was sie so unterschreiben. Wenn auf die gleiche Weise über Schulsanierung und Bebauungspläne entschieden wird - auweia !

07.08.2009
14:00
Kandidaten wider Willen wehren sich gegen NPD-Vorwürfe
von Rheinl. | #11

Wer so blöd ist und irgendetwas von der NPD, z.B. gegen den Moscheebau, unterschreibt, ist selbst schuld...und das die jetzt schon Kinder zwingen müssen zu kandidieren, weil sonst keiner will :-D ...und das im sauerland, da sollte es doch eigentlich genug geben...

05.08.2009
22:03
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von Beatrix.Gutmann | #10

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05.08.2009
18:50
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von miriam.lessmann | #9

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05.08.2009
17:25
Kandidaten wider Willen wehren sich gegen NPD-Vorwürfe
von Der Insider | #8

Wenn das Datum auf Bodendorfs unterzeichneter Versicherung an Eides statt mit dem Datum der NPD-Mitgliederversammlung zur Aufstellung der Ratskandidaten übereinstimmen sollte, dann wäre Bodendorfs Glaubwürdigkeit (Ich habe noch nie an einer NPD-Versammlung teilgenommen.) erschüttert. Die besagte NPD-Versammlung war übrigens am 07. Juli (5 Wochen nach der Pfingstkirmes).

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